Marinekameradschaft Weilheim bekommt Bootsmodell übergeben, das künftig in der Stadthalle zu sehen ist

Da freut sich das Seemannsherz

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Bei der Übergabe des Schiffs hinten v. li. Manfred Ulrich und Kurt Scholz, beide Marinekameradschaft; Hans Ammon und Weilheims zweiter Bürgermeister Horst Martin. Vorne v. li. Wolfgang Dollinger, Haustechnik Oberland und Johann Stibich, Marinekameradschaft.

Weilheim – Es dürfte wohl kaum ein besseres Geschenk geben als das, welches Wolfgang Dollinger vor Kurzem der Marinekameradschaft machte.

Diese wird heuer nicht nur 70 Jahre alt, auch die erste „Weilheim“ feiert in diesem Jahr ihren 60. Geburtstag. Die Übergabe fand in den Räumen von Dollingers Firma Haustechnik Oberland statt. Dort nahm die Kameradschaft, vertreten durch ersten Vorstand Johann Stibich, zweiten Vorstand Kurt Scholz und Ehrenmitglied Manfred Ulrich, ein Modell der ersten „Weilheim“ entgegen.

Zur Erklärung: Die erste „Weilheim“ wurde 1959 in Wilhelmshaven als Küstenminensuchboot in Dienst gestellt. Ihre Zeit endete 1976. 1978 wurde die „Weilheim“, als Minenjagdboot umgebaut, dann wieder eingesetzt. Nach 17 weiteren Jahren schied das Boot in Wilhelmshaven endgültig aus und gehört seit der Eröffnung des Marinemuseums Wilhelmshaven zu den ersten Exponaten im Freigelände. 1998 wurde dann das zweite Minenjagdboot auf den Namen „Weilheim“ getauft. Das Boot liegt jetzt in Kiel.

Eine ähnlich bewegte Geschichte wie das Original, hat auch das Modell des Bootes hinter sich. Ursprünglich war es nämlich ein Geschenk der Belegschaft der früheren Firma „Sanbloc“ an ihren Chef Josef Ammon. Hergestellt wurde es von seinem Mitarbeiter Heinz Zajonz, der ebenfalls Mitglied der Marinekameradschaft und begeisterter Modellbauer war. Nachdem Ammon seine Firma „Sanbloc“ verkauft hatte, nahm er das Modell mit in sein anderes Unternehmen „Ammon“. Dieses wurde, nachdem Sohn Hans Ammon die Firma verkauft hatte, letztendlich von Dollinger übernommen, der so auch in den Besitz des Bootes kam.

Durch einen Zeitungsartikel kam Dollinger dann wiederum auf die Idee, das Modell an die Marinekameradschaft Weilheim zu übergeben, „damit noch mehr Leute etwas davon haben“ und es „noch mehr gewürdigt“ werde.

Ein neuer Platz für dieses Modell, welches im Maßstab 1 zu 50 aus Metall nachgebaut wurde, ist auch schon gefunden. Es soll künftig in der Weilheimer Stadthalle stehen. Dort ist jetzt schon ein Modell des Schweren Kreuzers „Hipper“ zu sehen. 

Von Sofia Wiethaler

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