Für besonderes Engagement 

Markt Murnau verleiht Ehrenamtspreise

Verleihung Ehrenamtspreis Murnau
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Für Bürgermeister Rolf Beuting (vierter v.li.) ist die Verleihung eine „besondere Ehre und Freude“. Für ihr außerordentliches Engagement mit dem Ehrenamtspreis ausgezeichnet wurden (v.li.) Peter Janker, Friedrich Ohrnberger, Sabine Mittelsteiner, Wiltrud Roithmeier, Bettina Zech, Dr. Dieter Kirsch und Dorian Zedler.
  • VonAntonia Reindl
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Murnau – Ein Preis für Menschen, die sich für andere einsetzen, nicht das Rampenlicht suchen, sondern im Hintergrund arbeiten, Backstage Bedeutendes leisten. Sieben Frauen und Männer, die sich in unterschiedlichen Bereichen ehrenamtlich engagieren, in außerordentlichem Maße, wurden kürzlich geehrt. Sie erhielten den Ehrenamtspreis des Marktes Murnau, der zum zweiten Mal verliehen wurde – der Pandemie wegen gleich für zwei Jahre, für 2020 und 2021.

Mit dem Ehrenamtspreis ausgezeichnet werden können Vereine, Institutionen und Einzelpersonen, die besondere Dienste für das Gemeinwohl, für die Gesellschaft leisten. Und die, wie Bürgermeister Rolf Beuting (ÖDP/Bürgerforum) in seiner Rede im Foyer des Rathauses vor den angehenden Preisträgern und deren Angehörigen, Freunden und weiteren Gästen sagte, normalerweise „im Verborgenen“ und „in der zweiten Reihe“ arbeiten. Für viele Ehrenamtliche sei das Engagement dabei schon ein Nebenjob geworden, „kein 450-Euro-Job, ein Halbtagsjob“, so Beuting.

Eingehend sprach der Rathauschef am Rednerpult über die Corona-Pandemie und deren Folgen – und auch über den gegenwärtigen Krieg in der Ukraine. Um Frieden und Freiheit müsse man sich ganz aktiv kümmern, appellierte Beuting und betonte, dass Gesellschaften durch Engagement stark werden. An diesem Abend gebe es nun die Möglichkeit, sich bei Menschen zu bedanken, die sich „kontinuierlich und unermüdlich“ und teilweise über Jahre engagieren. Diese sieben Menschen geben dem Engagement nun ein Gesicht, meinte Beuting, dem „die Verleihung eine besondere Ehre und Freude“ sei.

Dann holte der Bürgermeister die Engagierten einzeln zu sich nach vorne ans Rednerpult. Dr. Dieter Kirsch wurde für sein großes Engagement für Kunst, Kultur und Bildung ausgezeichnet, „eigentlich eine Ehrung für ein ganzes Lebenswerk“, meinte Beuting. Für ihr Engagement im Skiclub Murnau wurde Wiltrud Roithmeier mit dem Preis bedacht. Sie sei eine „Institution“ in dem Verein, „wer sie nicht kennt, der kennt den Skiclub nicht“, sagte der Rathauschef. Preisträger Friedrich Ohrnberger setzt sich seit rund fünf Jahrzehnten für die Verkehrssicherheit in Murnau ein und war viele Jahre der Vorsitzende der Gebietsverkehrswacht, „eine unglaubliche Leistung“, sagte Beuting. Ebenfalls ausgezeichnet wurde Bettina Zech, die sich seit Jahrzehnten für die Gleichstellung und Rechte von Frauen einsetzt und den Zonta-Club mitgründete.

Unter anderem ihrem Engagement ist es zu verdanken, dass Musik und Gesang weiter erklingen, nachdem man „die Frontfrau“, sagte Beuting, vor einem Jahr verloren hat: Sabine Mittelsteiner wurde für ihr Engagement für die Chöre „Cantamus“ und „Staffelseechor“ prämiert. Peter Janker erhielt den Preis für sein großes Engagement für Flüchtlingsfamilien im Rahmen der Patengruppe von Team 7 und des Vereins Murnau Miteinander. Doch es werden „nicht nur alte Semester“, so Beuting, geehrt: Den Jugendpreis erhielt Dorian Zedler für seinen Einsatz im MakerLab, in dem, wie der Rathauschef berichtete, mit Ausbruch der Pandemie Faceshields und CO2-Ampeln angefertigt worden seien.

Nach einer rund einstündigen Verleihung, in der kein Preisträger, keine Preisträgerin lange im Rampenlicht stand beziehungsweise stehen zu wollen schien, lud der Bürgermeister die Preisträger noch zum Essen ein. Eine Einladung, der die Geehrten mit Urkunde und Bierkrug oder Urkunde und Blumenstrauß in den Händen folgten.

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