Start für Anti-Rassismus-Kampagne

Peißenberg bezieht mithilfe von Bannern Stellung gegen Rassismus

 Frank Zellner, Michele D´Amico und Manuela Vanni vor dem großen Kampagnen-Banner an der Glückauf-Turnhalle.
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„Respekt! Kein Platz für Rassismus“: (v.li.) Frank Zellner, Michele D´Amico und Manuela Vanni vor dem großen Kampagnen-Banner an der Glückauf-Turnhalle.

Peißenberg – „Respekt! Kein Platz für Rassismus“: Es ist eine klare und unmissverständliche Botschaft, die seit Kurzem an großen Bannern am Rathaus, am Tiefstollen-Musikhaus und über dem Eingang der Glückauf-Turnhalle prangert. Die Plakate gehen auf eine Initiative von Altbürgermeisterin Manuela Vanni (Peißenberger Liste) und Michele D`Amico (Bündnis 90 / Die Grünen) zurück.

Die beiden Marktratsreferenten für die Themen „Flüchtlinge, Asyl und Integration“ hatten vor zwei Monaten im Gremium beantragt, auf öffentlichen Plätzen Anti-Rassismus-Schilder aufstellen zu lassen – mit dem Aufdruck „Respekt! Kein Platz für Rassismus!“.

Mit der Initiative, so hieß es als Begründung, wolle man ein Zeichen setzen, dass Peißenberg „bunt“ ist und die Einwohner – egal welcher Herkunft – die gleiche Wertigkeit haben. Der Marktrat folgte dem Antrag und die Rathausverwaltung machte sich prompt an die Beschluss-Umsetzung. In Kooperation mit einer Peißenberger Designagentur wurden schließlich statt kleiner Schilder große, wesentlich auffälligere Banner entworfen.

Die Kampagne soll zum Nachdenken und Reflektieren anregen. Derzeit leben Menschen aus 85 Nationen in Peißenberg. Große Probleme mit Fremdenfeindlichkeit gibt es im Ort aktuell nicht. Laut Bürgermeister Frank Zellner (CSU) müsse man dennoch achtsam sein: „Es darf keinen Rassismus geben.“

Die Altbürgermeisterin bedauert ganz allgemein, dass bei einem gewissen Teil der Gesellschaft zwar „kein direkter, aber latenter Rassismus vorhanden“ sei. Menschen mit dunkler Hautfarbe zum Beispiel würden nach wie vor automatisch in bestimmte Kategorien eingeordnet werden.

Von Bernhard Jepsen

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