Wirtschaftsminister Martin Zeil verrät beim FDP-Neujahrsempfang in Weilheim: Bahnhof wird umgebaut

"Es geht vorwärts"

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Martin Zeil (Bildmitte) und die regionalen FDP-Wahlkandidaten versprühten beim Neujahrsempfang Optimismus, (v.l.): MdL Tobias Thalhammer, Dr. Volker Koschay (Landtagskandidat), Saika Merx (Landtagskandidatin) und Georg Stahl (Bezirkstagskandidat). Rechts neben Zeil: MdB Klaus Breil, Sebastian Krieger (Landtagskandidat) und Georg Krauser (Bezirkstagskandidat).

Weilheim – „Bitte ein Bier für den Herrn Minister“, rief Weilheims Ortsverbandsvorsitzender Walter Hüglin laut durch den Saal, als Martin Zeil, der Hauptreferent des traditionellen FDP-Neujahrsempfangs, unter Beifall das voll besetzte Gasthaus Oberbräu betrat. Der bayerische Wirtschaftsminister, dem in der Politszene ein eher behäbiges Erscheinungsbild nachgesagt wird, präsentierte sich bei seinem Auftritt in der Kreisstadt ganz anders – nämlich betont kämpferisch und selbstbewusst.

Angefangen von Schlagersänger Michael Holm über SPD-Landrat Dr. Friedrich Zeller bis hin zu mehreren Weilheimer Stadträten hatte sich ein bunt gemischtes Publikum eingefunden. Ein Umstand, den Zeil lobend erwähnte: „Hier gibt es noch eine Kultur des Zuhörens. Die Bürger haben doch nichts mehr satt als den widerlichen Umgang der Parteien untereinander.“ Vor allem die kommunalen Mandatsträger dürften besonders aufmerksam zugehört haben, als der Minister ein regionales Dauerthema ansprach: Nach langem Hin und Her soll die barrierefreie Umgestaltung des Weilheimer Bahnhofs nun endgültig in das Ausbauprogramm 2013 bis 2018 aufgenommen werden. „Es geht etwas vorwärts“, verkündete Zeil, „ich denke, wir werden Mitte des Jahrzehnts mit dem Bau beginnen können.“ Bayerns Vize-Ministerpräsident rühmte die Verdienste der Regierungskoalition und dabei speziell die der eigenen Partei. Unter liberaler Verantwortung sei der Freistaat in vielen Bereichen „moderner“ geworden. Zeil spannte den Bogen von der Ordnungspolitik („Unternehmensinsolvenzen dürfen nicht auf dem Rücken der Steuerzahler ausgetragen werden.“) und dem Breitbandausbau („Kein Land gibt mehr Geld für dieses Thema aus.“) über die Familienpolitik („Der Staat muss für Entscheidungsfreiheit sorgen.“) bis hin zum Bildungssektor („Wir haben zusätzliche Lehrerstellen geschaffen.“) und zur Energiewende: „Wir brauchen eine Strompreisbremse. Die Stromsteuer muss gesenkt werden.“ Zeils Fazit: „Wir haben das Regieren gelernt. Bayern ist es auf vielen Gebieten noch nie so gut gegangen.“ Und nach der Niedersachsen-Wahl sei endgültig klar: „Die FDP gewinnt keine Umfragen, aber dafür Wahlen.“ Der Optimismus des prominenten Politikers färbte auf die übrigen Redner ab. Mit Dr. Volker Koschay, Sebastian Krieger und Georg Krauser stellten sich die regionalen Kandidaten für den Land- und Bezirkstag vor. Auch Bundestagsabgeordneter Klaus Breil meldete sich zu Wort: „Ich habe einen besseren Listenplatz als das letzte Mal“, konstatierte der 67-jährige Bernrieder. „Ich bin hoch motiviert und rechne mir gute Chancen für den Wiedereinzug in den Bundestag aus.“

Von Bernhard Jepsen

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