Schutz wird auch für Gesunde empfohlen

Masken für alle? Was es zu beachten gilt

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Das Tragen eines einfachen Mund- und Nasenschutzes wird auch für gesunde Menschen empfohlen.

Weilheim-Schongau – In der laufenden Debatte über die Wirksamkeit von Stoffmasken hat sich jetzt die Deutsche Gesellschaft für Krankenhaushygiene (DGKH) positioniert.

Die Fachgesellschaft rät in ihrer aktuellen Stellungnahme zum Tragen der textilen Masken mit folgender Begründung: „Es gilt die Devise, dass eine Stoffmaske vor Tröpfchen-Infektionen mehr schützt als überhaupt keine Maske.“ Führende Hygieniker der DGKH befürworten damit das Tragen eines einfachen Mund- und Nasenschutzes auch für gesunde Menschen, weil dieser helfe, vor einer Corona-Ansteckung zu schützen.

Warum ein Mund-Nasenschutz sinnvoll ist

Die Hygiene-Expertin der Krankenhäuser Weilheim-Schongau Katja Greinwald erklärt die Gründe wie folgt: „Wer hustet, muss damit rechnen, dass die Tröpfchen bis zu zwei Meter weit geschleudert werden. Selbst bei einer einfachen Stoffmaske bleibt der größte Teil der Tröpfchen im textilen Gewebe hängen. Nur ein kleiner Teil findet den Weg durch die Poren. Abgebremst durch den Stoff, werden diese im Schnitt dann nur noch circa 20 Zentimeter anstatt zwei Meter weit geschleudert.

Beachtet man zudem den empfohlenen Mindestabstand von zwei Metern verringert dies das Risiko einer Ansteckung für eine gesunde Person beträchtlich“, so die Hygiene-Fachkraft weiter.

Worauf beim privaten Gebrauch zu achten ist

Für den privaten Gebrauch empfiehlt Greinwald die Stoffmasken separiert von anderer Wäsche zu waschen. Dabei in jedem Fall ein Kochprogramm mit mindestens 90 Grad auszuwählen, um sie für die Wiederverwendung hygienisch zu halten.

Grundsätzlich sollten Stoffmasken immer nur persönlich getragen und nicht getauscht werden. Die einfachen Stoffmasken können selbst hergestellt oder auch gekauft werden. Bei der Wahl der Stoffe ist darauf zu achten, dass diese bei 90 Grad waschbar und hautverträglich sind.

Professionelle Masken für medizinisches Personal

Einfache Stoffmasken dienen nach Greinwalds Worten vorrangig dem Schutz des anderen, das heißt vor möglicherweise infektiösen Tröpfchen des Mundschutz-Trägers. Der professionelle Mund- und Nasenschutz hingegen, die sogenannten filtrierenden Halbmasken (FFP2 und FFP3), dienen dem Eigenschutz, also des medizinischen Personals. Aus diesen Gründen gehören diese deshalb ausschließlich in die professionelle Versorgung und nicht in den privaten Gebrauch. „Hier liegt es an uns allen verantwortungsbewusst zu handeln“, macht Greinwald deutlich.

Im Sinne eines bestmöglichen Infektionsschutzes tragen alle Klinik-Mitarbeiter der Krankenhäuser im Landkreis Weilheim-Schongau bereits seit Mitte März die professionellen Schutzmasken, wie die Krankenhaus GmbH angibt.

Von Kreisbote

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