Standortförderverein möchte Einkäufer sensibilisieren

Weniger online, mehr lokal

+
Stolz auf das neue Schild ist der Standortförderverein (v.li.): Thomas Orbig, erster stellvertretender Vorstand, Kassier und Mitglied des Vorstandes der Vereinigten Sparkassen Weilheim, Stefan Frenzl, Geschäftsführer Standortförderung, Reinhard Schmieder, zweiter stellvertretender Vorstand, Schriftführer und Inhaber der Firma Elektro Schmieder sowie Florian Lipp, erster Vorsitzender und Geschäftsführer vom Kaufhaus Rid GmbH.

Weilheim – Es gibt Online-Shops für mittlerweile alles: Babysachen, Klamotten, Parfüm, Reisen und sogar Lebensmittel kann man sich vor die Tür kommen lassen. Der Standortförderverein Weilheim möchte den Einkaufswahnsinn im Netz einschränken. Er will mit einem neuen Konzept, das an die in Ravensburg ins Leben gerufene Idee „buy local“ angelehnt sein soll, die Bürger sensibilisieren.

Auf die Frage „Was bewirkt mein Einkaufen vor Ort?“ möchte der Standortfördervereine mehrere Antworten finden und auch geben. „Jüngere Menschen machen sich vielleicht noch keinen Kopf darüber, warum sie durch Weilheim laufen sollen, um sich etwas zu kaufen“, sagte Stefan Frenzl. Ein Klick in den Einkaufskorb und das Bestellte ist in zwei Tagen da. 

Dass das Einkaufen vor Ort für neue Ausbildungsplätze sorgt und Arbeitsplätze, die nach Tarif bezahlt werden, schafft, darüber denken viele nicht nach. Der Bequemlichkeitsfaktor ist vielleicht doch zu hoch. „Mit dem Einkaufen vor Ort bringt man sich auch für kulturelle und soziale Zwecke ein. Die Tafel lebt zum Teil von Spenden und es gibt Geschäfte, die diese Einrichtung unterstützen“, so Frenzl. 

Interessiert hörten die Anwesenden Mitglieder des Standortfördervereins in der Waldwirtschaft am Gögerl auch folgendem Thema zu: Geplant ist ein „Runder Tisch zur Immobilienwirtschaft in Weilheim“. Zusammen mit der Immobilienfirma Bindl werden dabei Fragen wie „Was passiert in Weilheims Innenstadt?“, „Wieso stehen gewisse Räume leer?“, „Was wäre ein guter Branchenmix?“ behandelt. 

Frenzl machte klar, dass es in Weilheim kein Leerstandsproblem gibt. Der Verein will dennoch Ideen sammeln, Eigentümern, die sich unsicher sind, Tipps geben und eventuell auch vermitteln, wenn es denn gewünscht sei. „Es ist ein sehr sensibles Thema, da wir niemandem etwas vorschreiben können. Aber ein regelmäßiger Austausch ist sicher gut“, so der Vorsitzende. 

 Eine von zwei neuen Werbetafeln für die Stadt Weilheim stellte der Vorstand vor. „Unsere schöne Altstadt: Bummeln, einkaufen und genießen“ ziert die Tafel mit dem Bild des Stadtbrunnens. Die zweite Tafel zeigt das Weilheimer Stadtmuseum. Demnächst soll eine an der Pollinger Straße und eine am B2-Kreisverkehr angebracht werden. 

 Eine Anmerkung hatte Dr. Fritz Neidhart, Geschäftsführender Gesellschafter des Neidhart Einkaufsparks: Viele Projekte seien meist auf die Innenstadt oder die Altstadt begrenzt. „Man sollte bei Planungen auch die Geschäfte außerhalb der Stadtmauer berücksichtigen.“

Von Alma Jazbec

Meistgelesen

Weilheimer Gesundheitstag
Weilheimer Gesundheitstag
Made in Weilheim
Made in Weilheim
Musikalisch durch die KultUHRnacht
Musikalisch durch die KultUHRnacht
Gesundheitstag war ein Publikumsmagnet
Gesundheitstag war ein Publikumsmagnet

Kommentare