Mehrgenerationenhaus wird durch Bundesprogramm und Stadt gefördert

Rückhalt für soziales Miteinander

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Begegnung beim „Sonntagsfrühstück“.

Weilheim – Die Förderung für das Mehrgenerationenhaus (MGH) in Weilheim ist bis 2020 durch Bund und Kommune gesichert. Die Stadtratsmitglieder erklärten in der letzten Sitzung ihren Rückhalt für das Mehrgenerationenhaus.

Um am Bundesprogramm Mehrgenerationenhaus teilnehmen zu können und die Fördermittel des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend zu erhalten, muss die Stadt eine jährliche Kofinanzierung von 10 000 Euro übernehmen. Dieser Betrag wurde im Haushalt 2017 bereits berücksichtigt. Zweites Kriterium für die Programmteilnahme ist ein Bekenntnis der Stadt Weilheim dazu, dass das Mehrgenerationenhaus „Bestandteil der kommunalen Planung zum demografischen Wandel und zur Sozialraumentwicklung ist“, so der Wortlaut der Sitzungsunterlagen des Stadtrates. Mit der Ausnahme von einer Gegenstimme, der von Karl-Heinz Grehl (Grüne), gab der Stadtrat seine Zustimmung, unter der Voraussetzung, das Bekenntnis nicht als solches sondern als Erklärung zu bezeichnen.

Die beiden Stadträte Marion Lunz-Schmieder (CSU) und Brigitte Holeczek (BfW) betonten in der Sitzung die Bedeutung der Einrichtung. „Ich kann das nur unterstützen, da es ein niederschwelliges Angebot ist“, so Lunz-Schmieder. Holeczek fügte hinzu: „Das Mehrgenerationenhaus leistet eine wichtige Arbeit, auch bei der Vernetzung von Ehrenamtlichen.“ Stadtrat Grehl hält die Förderung und Arbeit des Mehrgenerationenhauses für grundsätzlich richtig, nicht aber die Formulierung der Erklärung. „Herr Bürgermeister, ganz zufrieden bin ich nicht. Einerseits hat man kein Gesamtkonzept und dann wieder heißt es ‚Bestandteil der kommunalen Planung zum demografischen Wandel und zur Sozialraumentwicklung‘. Dieses allgemeine Geplapper auf so einem Papier bringt nichts. Wir brauchen konkrete Aussagen und Pläne. Es bringt nichts, einen solchen belanglosen Kas aufs Papier zu bringen, nur damit der Bund zufrieden ist.“

Seit 2008 ist der Caritasverband Projektträger des Mehrgenerationenhauses in Weilheim. Das MGH steht jedem offen und bietet sozialen und weniger finanzkräftigen Projekten und Initiativen Raum und damit Unterstützung. Es ist ein Ort, an dem sich Menschen jeden Alters und Hintergrunds treffen und austauschen können. Außerdem werden immer wieder Veranstaltungen, wie thematische Infoabende, angeboten. Zu den inhaltlichen Schwerpunkten gehört, einer Pressemitteilung des Caritasverbands zufolge, auch in der neuen Förderphase „die Integration von Menschen mit Migrations- und Fluchtgeschichte“.

Weitere Infos unter www.caritas-wm-sog.de.

Von Melanie Wießmeyer

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