2,9 Millionen Euro im Sackerl

Zufriedenheit herrscht offensichtlich in Huglfing. Bei der Bürgerversammlung im Trachtenheim gab es von den 100 Anwesenden keine einzige Frage an Rathauschef Bernhard Kamhuber, der auf das vergangene Jahr zurückblickte, die Zahlen aus der Gemeinde vorstellte und einen Blick auf die Zukunft richtete.

Zu Beginn seiner Ausführungen stellte Kamhuber die Einwohnerstatistik vor. Besonders erfreut zeigte er sich dabei über den weiterhin positiven Trend bei den Geburten. Sie trug genauso wie die positive Bilanz bei den Zu- und Wegzügen dazu bei, dass Huglfings Bevölkerung im Jahr 2008 um 77 auf 2579 angewachsen ist. Für die Bauwilligen gibt es weiterhin die Möglichkeit, günstig an Baugrund zu kommen. Statt acht Jahren muss man nun nur noch fünf Jahre in der Gemeinde leben, um anspruchsberechtigt zu sein. Ausführlich ging Kamhuber auch auf das Projekt „Wohnen im Alter“ ein. Auf dem Schmitterhof will die Gemeinde ein solches Projekt mit zwölf bis 15 Wohneinheiten realisieren. Beim Thema Gewerbe stellte der Bürgermeister den guten Mix im Ort und die gute Zusammenarbeit heraus. Im Gegensatz zu anderen vergleichbaren Kommunen verfügt Huglfing auch über einen Lebensmittelmarkt, der nun neu gebaut werden soll. Die Genehmigung dafür liegt in der Zwischenzeit vor. Sorgen bereitet dem Rathauschef nach wie vor der Bahnhof. Ansprechpartner seien nur schwer zu finden und wenn, gebe es selten positive Auskünfte, wie beim Fahrkartenautomaten, der erst im Jahr 2011 erneuert werden soll. Beim Wartehäuschen will die Gemeinde jedoch nicht so lange warten. Für etwa 13000 Euro soll ein Unterstand mit Unterstützung der Regierung von Oberbayern und Oberhausen gebaut werden. Bei der Schule ist ein Anbau von zwei Schulräumen für rund 400000 Euro angedacht. Wenig Neues hatte Kamhuber in Sachen Umgehungsstraße zu berichten. Für die Dorferneuerung gab es viel Lob, nicht zuletzt von der Kommission des Wettbewerbs „Unser Dorf soll schöner werden“. Nicht ganz so Erfreuliches verkündete der Bürgermeister bei der Wasserversorgung. Ein neuer Hochbehälter muss gebaut werden, dessen Kosten auf die Huglfinger Bürger umgelegt werden. Bei den Gemeindefinanzen gab es zum Abschluss dagegen wieder sehr viele gute Nachrichten. Dank einer freien Finanzspanne von fast einer Million Euro konnte Huglfing, das zudem fast 2,9 Millionen auf der hohen Kante hat, viel investieren. „Wir sind gut aufgestellt und können positiv in die Zukunft blicken“, schloss Kamhuber seinen Bericht über die Gemeinde.

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