Vertrag unterzeichnet

Mindestens 20 Genossenschaftswohnungen für Wielenbach

Martin Okrslar, Vorsitzender der MARO, mit Bürgermeister Harald Mansi bei der Vertragsunterzeichnung.
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Martin Okrslar (li.), Vorsitzender der MARO, mit Bürgermeister Harald Mansi bei der Vertragsunterzeichnung.

Wielenbach – 2018 wurde auf Antrag von Bürgermeister Harald Mansi zum ersten Mal das Thema Geschosswohnungsbau diskutiert. Die Gemeinde hat nun mit der MARO Genossenschaft für selbstbestimmtes und nachbarschaftliches Wohnen eG Verträge zum Bau von Wohnungen im Baugebiet an der Weilheimer Straße beschlossen. 

Hierzu erhält die MARO von der Gemeinde ein rund 2 500 m² großes Grundstück im Erbbaurecht für 99 Jahre, erklärt Mansi in einer Pressemitteilung. Im Gegenzug habe sich die Genossenschaft verpflichtet, auf dem Grundstück mindestens 20 Wohnungen zu errichten und davon mindestens zehn geförderte. Die Wohnungen werden von der Genossenschaft gebaut, bezahlt und bleiben auch im Eigentum der MARO. Wer eine Wohnung beziehen möchte, muss erst Mitglied der Genossenschaft werden. Erstes Kriterium für die Vergabe der Wohnung ist die Ortsansässigkeit, wie Mansi mitteilt.

In Kürze wird der Beteiligungsprozess starten. An einer Wohnung interessierte Bürger können sich schon in der Planungsphase in das Projekt einbringen. Bei Interesse steht die MARO ab sofort zur Verfügung: Silke Beck, Mieter- und Interessentenbetreuung, Tel. 08035/50695-14, E-Mail: s.beck@maro-genos senschaft.de.

Das Grundstück der Genossenschaft in Wielenbach an der Weilheimer Straße.

Mansi nennt das Wohnbau-Projekt einen „Meilenstein“: „Immerhin stellt die Gemeinde in Zeiten kaum mehr bezahlbarer Grundstückspreise Bauland für die Schaffung von preisgünstigen Wohnungen zur Verfügung.“

Ein großer Schritt sei auch, dass erstmals in Wielenbach der Bau von Wohnungen im größeren Umfang gefördert werde. „In Zeiten immer knapper und teurer werdenden Baulands der richtige Weg. Die Nachfrage nach Wohnungen ist da, aber das Angebot fehlt auf den Dörfern mit seinen weitgehenden Einfamilienhausstrukturen.“

Martin Okrslar, Vorsitzender der MARO, hat das Engagement der Gemeinde von Anfang an überzeugt: „Wielenbach ist schon seit 2015 Mitglied bei der MARO, immer wieder kam es zu Gesprächen und es war toll zu beobachten, wie beharrlich die Schlüsselpersonen die Idee eines gemeinschaftlichen, genossenschaftlichen Wohnprojektes verfolgt haben. Imponiert hat uns auch, dass es über Jahre eine Gruppe interessierter Bürger gab, die sich mit der Idee eines gemeinschaftlichen Mehrgenerationen-Wohnens auseinandergesetzt hat.“

Auch der Plan, wie es weiter geht, steht schon fest: „Als nächstes stellen wir nun das Planerteam zusammen und machen uns an die Arbeit. In rund einem Jahr dürften wir dann den Bauantrag eingeben, so dass wir hoffentlich im Frühjahr 2022 anfangen können zu bauen. Der Einzug sollte dann bis Ende 2023 möglich sein.“

Von Kreisbote

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