Pilotprojekt für Peißenberg-Ticket startet

Mit dem Bus gratis durch Peißenberg

Peißenberg-Ticket
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Alles einsteigen in den „Peißenberger Ortsbus“: Bei der Probefahrt mit dabei waren (v.li.) Gemeindewerksleiterin Ingrid Haberl, Matthias Reichhart, Ursula Einberger, Christian Quecke und Conny Wutz (alles Gemeinderäte) sowie Ralf Kreutzer, Frank Zellner und Robert Halbritter.
  • Bernhard Jepsen
    VonBernhard Jepsen
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Peißenberg – Auf den ÖPNV umzusteigen, war in Peißenberg noch nie so einfach und attraktiv wie aktuell: Seit 1. Oktober können Fahrgäste die bestehenden Linien des Regionalverkehrs Oberbayern (RVO) innerhalb der Gemeindegrenzen ohne Entgelt nutzen.

Das kostenlose „Peißenberg-Ticket“ ist ein zunächst für ein Jahr angelegtes Pilotprojekt, das der Marktgemeinderat im Juli beschlossen hat (wir berichteten). Die Kommune übernimmt damit den vollen Fahrpreis für die innerörtlichen Busfahrten. Für das Probejahr wurde ein Subventionsbudget von 21 000 Euro bereitgestellt. Beim Pressetermin zum Projektstart erklärte Bürgermeister Frank Zellner (CSU) die Intention für den kostenlosen „Ortsbus“. Demnach wolle man einen wichtigen Beitrag zur Mobilitätswende leisten und bei den Bürgern einen Umdenkprozess in Gang setzen: „Wir wollen, dass der ein oder andere sein Auto zuhause stehen lässt“, so Zellner: „Die Peißenberger sollen sich in Peißenberg kostenlos mit dem Bus bewegen können.“ Ziel sei es gewesen, die „Bezahlhürde“ für das ÖPNV-Angebot zu beseitigen. „Das kostenlose ‚Peißenberg-Ticket‘ ist eine tolle Geschichte – und eine intelligente Idee“, betonte ebenso RVO-Niederlassungsleiter Ralf Kreutzer. Peißenberg habe durch seine zentrale Lage im Landkreis den „strategischen Vorteil“, dass gleich drei RVO-Hauptlinien durch den Ort verkehren würden. An Werktagen seien es bis zu 67 Busse. Die vorhandene Infrastruktur könne mit überschaubaren Mitteln für ein Ortsbusticket verwendet werden.

Insgesamt gibt es in Peißenberg 48 RVO-Haltestellen. Viele von ihnen sollen demnächst aufgewertet werden – sowohl optisch als auch funktional. Unter anderem sollen die Fahrpläne mit größerer Schriftart versehen und die Beschilderung erneuert werden. „Die Haltestellen sind die Visitenkarten des RVO“, erklärte Kreutzer. Zellner schweben zudem digitale Anzeigen und App-Anwendungsmöglichkeiten vor – „zumindest an den großen Haltestellen“.

Präsentiert wurde beim Pressetermin zur Einführung des kostenlosen Ortsbustickets übrigens auch der neue Hybrid-Gelenkbus des RVO.

Das behindertengerechte MAN-Fahrzeug mit seinen 108 Steh- und 52 Sitzplätzen kostete knapp 300 000 Euro, spart aber im Vergleich zu Vorgängermodellen bis zu 30 Prozent beim Dieselverbrauch ein. „Das ist schon der Hammer. Es ist der zweite Hybridbus in unserer Flotte – und es wird sicher nicht der letzte sein“, kündigte Kreutzer an.

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