Mixa weiht Mariengrotte

Die Marienverehrung hat seit dem 11. Jahrhundert im Wessobrunner Kloster Tradition. Sogar eine Marienbruderschaft mit 600000 Mitgliedern war im 18. Jahrhundert vor Ort. Ab 1250 stand in der Klosterkirche die Statue der Mutter der heiligen Hoffnung. Doch dann kam die Säkularisation dazwischen. Und ein Großbrand in Weilheim.

Am vergangenen Sonntag fand die Statue der heiligen Maria ihren Weg heim nach Wessobrunn. Zumindest als Nachbildung. Diese wurde bei stürmischem Wetter von Bischof Dr. Walter Mixa feierlich geweiht. Die Originalstatue verlor 1810 ihre Heimat, nachdem die Klosterkirche im Zuge der Säkularisation abgerissen wurde, um die Häuser der Weilheimer Oberen Stadt nach einem Groß- brand wieder aufzubauen. Das Baumaterial der Kirche, das nicht gebraucht wurde, lag fortan im Kloster herum. Nun entschloss sich die Wessobrunner Pfarrgemeinde, fast 200 Jahre später, aus dem übrig gebliebenen Stein eine Mariengrotte zu bauen. Eine solche fehlte bisher im Wessobrunner Kloster. Außerdem ließ man für 10500 Euro eine Nachbildung der Marienstatue aus iranischem Kalk-stein anfertigen. Der Steinmetz Oskar Reithmeier aus Velburg schuf das kunstvolle Werk. Mit der tatkräftigen Unterstützung zahlreicher Helfer errichteten Konrad Hölzl und Rupert Sedlmayr die neue Grotte, die laut Bischof Mixa nicht „frömmelnd“ sei, sondern durch „schlichte Vornehmheit“ besteche. Der Bischof betonte, dass die Marienverehrung in besonde-rem Maße das „gläubige Vertrauen und sowohl hoffnungsvolles Leben, als auch hoffnungsvolles Sterben“ ausdrücke. Die Statue symbolisiere, so deutet es Bischof Mixa, den Glauben an Gott, „der diejenigen, die er erwählt hat, nicht im Stich lässt“. Nach der Grottenweihe dankte der Ordinarius den Errichtern mit einem „Vergelts Gott“ und überreichte ihnen ein gerahmtes Andenken an ihr Werk. Außerdem würdigte Mixa die Restauratoren der Wessobrunner Pfarrkirche St. Johannes Baptist für ihre hervorragende Arbeit. Ein besonderer Dank ging an Kirchenpfleger Franz Langer, der sich, laut Mixa, wie viele andere Kirchenpfleger, „ganz bärig“ um profane Dinge wie Finanzen kümmert. sta

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