Auf der Bühne zuhause

Schauspielerin Monika Baumgartner am 18. November in Weilheim

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Monika Baumgartner.

Weilheim – Ob im Fernsehen, im Theater oder seit Kurzem auch im Musical – Monika Baumgartner gehört seit vielen Jahren zum festen Bestandteil der deutschen Schauspielwelt. Am Sonntag, 18. November, um 18 Uhr tritt die Münchnerin mit Harfenistin Veronika Ponzer im Stadttheater auf, um mit Texten und Geschichten auf die „stillste Zeit im Jahr“ einzustimmen. Im Interview mit Kreisboten Volontärin Maria Lindner verrät sie mitunter, was für sie zum Weihnachtsfest einfach dazu gehört.

Wie kam es zu Ihrem Auftritt im Weilheimer Stadttheater?

Baumgartner: „Meine Partnerin, Veronika Ponzer, mit der ich das Programm schon seit ein paar Jahren mache, hat den Auftritt in Weilheim organisiert.“

Wann waren Sie zuletzt in der Region?

Baumgartner: „In der letzten Zeit war ich ehrlich gesagt länger nicht mehr in Weilheim. Früher, als Cordula Trantow noch das Weilheimer Theater führte, war ich öfter da.“

Zur Einstimmung auf die „stillste Zeit im Jahr“ treten Sie am Sonntag in Weilheim auf. Ist die Weihnachtszeit auch Ihre liebste Zeit im Jahr?

Baumgartner: „Bei 15 Lesungen im Dezember findet meine Einstimmung in die ‚stillste Zeit‘ eigentlich während der Aufführungen statt. Davor bin ich mit Anfahrten, Auf- und Abbau sehr eingebunden. Außerdem drehe ich bis Mitte Dezember noch den Bergdoktor.“

Was gehört bei Ihnen an Weihnachten einfach dazu?

Baumgartner: „Ganz klar ein Weihnachtsbaum, den ich trotz meiner ganzen Auftritte besorge und schmücke. Der 24. Dezember ist bei mir dann der erste Ruhetag, da ich am 22. Dezember meine letzte Lesung habe. Am 28. Dezember gehts dann schon wieder weiter.“

Nach welchen Kriterien haben Sie die Geschichten für Ihre Lesung in Weilheim ausgewählt?

Baumgartner: „Das sind keine speziellen Texte für Weilheim, aber wir haben ein Repertoire aus verschiedenen Geschichten, aus dem wir das Programm zusammenstellen.“

Wollten Sie schon immer Schauspielerin werden?

Baumgartner: „Ja. Ich habe schon im Kindergarten gespielt und mich verkleidet. Jetzt bin ich seit einem Jahr in Rente und habe immer noch wahnsinnig viel zu tun – Gott sei dank.“

Sie sind gebürtige Münchnerin und sprechen auch den bayerischen Dialekt. Was bedeutet für Sie Heimat?

Baumgartner: „Ich finde die Bedeutung von Heimat wird einem immer dann bewusst, wenn man von daheim weg ist. Als ich nach der Schauspielschule für fünf Jahre nach Mannheim gegangen bin, hatte ich großes Heimweh nach meiner Familie und nach München.“

Theater oder Fernsehen?

Baumgartner: „Beides ist wunderbar. Fürs Theater muss man ein bisserl mehr vom Beruf her können, weil man da durch den ganzen Abend führen muss. Beim Fernsehen, wo man kurze Takes macht, muss man ganz anders mit der Arbeit umgehen. Ich konnte heuer im Sommer noch eine weitere ganz tolle Erfahrung machen, als ich auf der Burg in Kufstein mit Damen und Herren der Wiener Volksoper und Musicalstars ‚Anatevka – das Musical‘ spielen und singen durfte. Da mithalten zu können, war nicht einfach für mich. Ich wollte zwischendurch aussteigen, weil ich gedacht habe, dass ich das nie schaffe. Aber dank der netten Kollegen und der vielen Unterrichtsstunden habe ich es dann doch geschafft.“

Haben Sie eine Lieblingsrolle ? 

Baumgartner: „Eigentlich nicht. Aber als ich in den 1980er Jahren mit der Rolle der ‚Rumplhanni‘ meinen Durchbruch hatte, war das schon ein großer Meilenstein in meinem Schauspielerleben.“

Gab es schon einmal eine Rolle, für die Sie sich geschämt haben ?

Baumgartner: „Die gab es nicht. Ich hätte nie eine Rolle gespielt, hinter der ich nicht hundertprozentig stehe.“

Sie stehen ja seit vielen Jahren als Schauspielerin auf der Bühne und vor der Kamera. Sind Sie immer noch nervös ?

Baumgartner: „Das berühmte Lampenfieber ist schon noch da. Aber nervös bin ich eher beim Theaterspielen, weil man da durch den ganzen Abend führen muss.“

Wo kann man Sie in Zukunft sehen?

Baumgartner: „Für nächstes Jahr sind schon ein paar Sachen in Planung. Ich weiß, dass ich wieder viel zu tun haben werde. Aber ich freue mich, wenn ich immer noch gefragt und gebraucht werde, das ist ein wunderbares Gefühl.“

Tickets für den Auftritt hat der Kreisbote in Weilheim.

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