"Hilf mir, es selbst zu tun"

Peißenberger Montessorischüler präsentieren ihre praktischen Abschlussarbeiten

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Kreativität und Geschick zeigten Peißenbergs Montessorischüler, unter anderem Vivien Heins mit ihren Pralinen-Kreationen, Tom Starken (vorne sitzend) mit seinem PC-Holz-Schreibtisch, Noel Andres mit seiner Reifencouch (oben links) und Jakob Schießler mit seinem Sandsteinbrunnen (oben rechts). Mit auf dem Bild (Mitte) Schulleiter René Fritzsche.

Peißenberg – Wenn die Schüler der achten Jahrgangsstufe der Peißenberger Montessorischule ihre praktischen Abschlussarbeiten präsentieren, dann sind der Kreativität und dem handwerklichen Geschick keine Grenzen gesetzt.

Auch heuer verwandelte sich die Tiefstollenhalle in Peißenberg anlässlich des Montessori-Abschlusses wieder in ein „Jugend forscht-Camp“, respektive in einen Vorführungsraum für professionelle Handwerks- und Bastelarbeiten.

„Es ist perfekt und super gelaufen. Die 31 Abschlusskandidaten haben alle bestanden“, schwärmte Oberstufen-Schulleiter René Fritzsche über die Leistungen seiner Schützlinge. Die mussten neben der Anfertigung eines praktischen Exponats eine schriftliche Erläuterung dazu verfassen und ihr jeweiliges Projekt vor Publikum präsentieren – alles unter dem Motto „Hilf mir, es selbst zu tun“. Die Themenpalette reichte dabei von einem Teleskopräucherofen (Samuel Flach) und einer Couch aus Autoreifen (Noel Andres) über ein Ameisenformikarium (Florian Hirschauer) und ein Meerschweinchengehege (Annika Schauer) bis hin zu einer Ballwurfmaschine (Jonathan Baronky) und zur Folierung eines Fiat 500 mit Walt-Disney-Comic-Figuren (Emely Sax).

Tom Starken wiederum fertigte aus getrockneten Baumwurzeln einen Schreibtisch mit integrierter PC-Station. Die Affinität zu Holz kommt bei dem 13-Jährigen nicht von ungefähr. Er besuchte als kleines Kind den Waldkindergarten. Die Fertigungsstücke hat der Böbinger am Forggensee gesammelt, anschließend hat er rund zwei Wochen an seiner Facharbeit gewerkelt. „Das hat manchmal schon an den Nerven gezehrt“, gab Starken zu. Sein Berufswunsch? „Ich will Designer werden.“

Einen Sandsteinzierbrunnen hat Jakob Schießler gefertigt – „und zwar zu 90 Prozent ohne irgendwelche Maschinen“, wie der ebenfalls 13-Jährige stolz berichtete: „Ich hatte teilweise richtige Blasen an den Händen.“ Die Auswahl seines Facharbeitsthemas erklärte der Weilheimer Montessori-Absolvent folgendermaßen: „Ich mag Wasser, und ich bin früher sehr gerne an die Ammer zum Steinesammeln gegangen.“

Von Bernhard Jepsen 

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