Fast fünf Tonnen Äpfel zu Saft gepresst

Mosterei des Obst- und Gartenbauvereins Weilheim wieder in Betrieb

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Heuer wird ein durchschnittlich gutes Apfeljahr erwartet schätzt Stefan Reisinger vom Mosterei-Team am Schießstattweg in Weilheim.

Weilheim– Es ist heiß in der Mosterei am Samstagmittag. Auf der Straße warten die Fahrer von etwa 15 Pkw und Vans darauf, ihre mitgebrachten Äpfel abgeben zu können. Stefan Reisinger nimmt sie an, wiegt sie und gibt die Daten in den Computer ein.

Die Presse lärmt, das Obst poltert beim Nachfüllen in den Container an der Maschine. Der erste Presstag begann nach Reisingers Schilderung recht vielversprechend und endete gegen 14 Uhr. Bis dahin hatten 55 Kunden 4 856 Kilogramm Äpfel verschiedener Sorten angeliefert. Das ergab eine Ausbeute von 3 079 Liter Saft.

Nach der schlechten Ernte im Vorjahr mit nicht einmal 40 000 Litern Saft geht der Vorstand des Weilheimer Obst- und Gartenbauvereins heuer von einem durchschnittlich guten Ergebnis aus. Es war zwar kein Vergleich zum Superjahr 2018, aber dennoch schätzt das Team das Ergebnis bis Ende Oktober auf rund 100 000 Liter Saft. Durchschnittlich sind es rund 85 Kilogramm, die jeder Einzelne anliefert. Die Ausbeute kann gleich wieder mitgenommen werden. Im Angebot sind zehn, fünf und drei Liter Packs mit den entsprechenden Beuteln. Am häufigsten werden von den Kunden die fünf Liter Packs gewählt.

Eine Weilheimerin liefert 60 Kilogramm Äpfel von fünf verschiedenen Sorten an. Sie will ihre Saftausbeute mit Verwandten und Freunden teilen. Es sei eine durchschnittliche Ernte in diesem Jahr gewesen, schildert sie. Ein Bürger aus Kampberg ist mit seiner 100 Kilogramm Ernte dagegen hoch zufrieden. „Das war für meine Bäume sehr gut“, sagt er. Nächster Presstag ist am Samstag, 29. August. Bis dahin will der Verein zusätzlich zu den geltenden Hygienemaßnahmen – Abstände, Zutrittsbeschränkungen, Mund- und Nasenschutz – zum Schutz der Mitarbeiter Plexiglasscheiben montieren und die Bezahlung per Scheckkarte organisieren.

Angeliefertes Obst sollte gereinigt, nicht überreif und ohne Faulstellen sein. Birnen können auf Anfrage gepresst werden, Trauben dagegen nicht. Die Arbeitszeiten ab September: Freitag 13.30 bis 18 Uhr, Samstag 7 bis 10 Uhr. Termine für Eigenpressungen (Mindestmenge 100 Kilogramm) und Trester jeden Dienstag von 18 bis 20 Uhr vereinbaren. Mehr Informationen unter Tel. 0881/92 79 905.

Von Georg Müller
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