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Marktgemeinde Murnau auf Lösungssuche gegen das „Taubenproblem“

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Von: Antonia Reindl

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Taube Straße grau
Immer mehr Tauben scheinen Gefallen an der Marktgemeinde zu finde. © Symbolbild: Bildagentur PantherMedia / jag_cz

Murnau – Es gurrt in Murnau, und zwar lauter als noch vor ein paar Jahren. Immer mehr Tauben scheinen Gefallen an der Marktgemeinde zu finden – doch nicht alle Bürger an den Tauben. Immerhin kommt mit den Gefiederten auch jede Menge Kot auf Dächern, Fensterbänken und Gehwegen. In der jüngsten Marktgemeinderatssitzung erkundigte sich daher Reiner Oppelt (Mehr Bewegen), wie mit dem „Taubenproblem“ umgegangen werde.

Durch die Tauben, besser gesagt deren Ausscheidungen, „wird alles in Mitleidenschaft gezogen“, berichtet Oppelt am Ende der Marktgemeinderatssitzung. Das Resultat: Verschmutzte Gehwege und Häuser. Man sei dran, betont Bürgermeister Rolf Beuting (ÖDP/Bürgerforum). Immer wieder fallen Oppelt die Tauben auf, an der Bahnhofstraße und auch im Untermarkt sei schon ein Taubenschutz angebracht worden, berichtet der Marktgemeinderat am Tag nach der Sitzung. An der Bahnhofstraße habe er etwa eine Verschmutzung über eine Länge von drei Metern festgestellt, ein circa 20 Zentimeter breiter Streifen.

Oppelt ist mit seinen Eindrücken nicht allein, wie Rathauspressesprecherin Annika Röttinger mitteilt, sei es „zu beobachten, dass es immer mehr Tauben in Murnau werden“. Und Röttinger weiß auch, wie die Vögel ihre Zeit vertreiben. Denn tagsüber seien die Tiere meist in der Fußgängerzone. Kaum verwunderlich, denn unter den Tischen und Stühlen der Außengastronomie als auch dank flanierender Esser finden sich auf dem Kopfsteinpflaster allerlei Krümel. In der Nacht dagegen sitzen die Tauben „in den umliegenden Straßen auf Mauervorsprüngen, unter Dächern oder im Dachstuhl“, berichtet die Pressesprecherin.

Nicht füttern

Was die Suche nach Lösungen anbelangt, so sagt Röttinger, dass viele Hauseigentümer bereits Stacheln an den betroffenen Stellen angebracht hätten, welche den Vögeln ein Landen und Sitzen unmöglich machen. Die Marktgemeinde sei außerdem „in Kontakt mit dem Veterinäramt, um hier eine Lösung zu finden“. Gegen Tauben hat Oppelt freilich nichts, doch er möchte, dass „die Population nicht noch größer wird“. Oppelt wünscht sich deshalb, dass die Tauben nicht von Menschenhand gefüttert werden.

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