Menschenkette gegen 5G in Murnauer Fußgängerzone

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Im Obermarkt formierten sich die Aktivisten gegen die 5 G-Mobilfunktechnik zur Menschenkette und zogen dann weiter durch die Fußgängerzone Murnaus.

Murnau – Sabine Brenner ist begeistert. Mit etwa 30 Teilnehmern an der Demo gegen 5 G hatte die Huglfingerin gerechnet. Gekommen sind vergangenen Samstag etwa 100 Aktivisten, die in der Murnauer Fußgängerzone eine Menschenkette bildeten.

5 G ist die neue Mobilfunktechnologie, mit der die „Segnungen“ des 21. Jahrhunderts möglich werden, wie bessere Handyverbindungen oder schnellere, größere und sicherere Datenübertragungen für selbstfahrende Autos. Damit die Technik funktioniert braucht es mehr Funkmasten und zahlreiche Kleinsender in den Orten. Ob die 5 G-Funkstrahlen negative Folgen für die Gesundheit haben kann selbst das Bundesamt für Strahlenschutz derzeit weder ausschließen noch bestätigen. Schlagworte wie Krebs, Schlafstörungen, Kopfschmerzen und Herzrhythmusstörungen machen die Runde. Die 5 G-Geg ner sprechen auch von Auswirkungen auf das Weltklima und möglicher Wirtschaftsspionage. Die Ungewissheit beunruhigt die Menschen, sagt Brenner: „Wir von der Bürgerinitiative „Stoppt 5 G“ sind überzeugt, dass 5 G verhindert werden muss. Das sind wir unseren Kindern und Enkelkindern schuldig.“

Die Menschenkette schlängelte sich vom Obermarkt bis zur Mariensäule. Viele Aktivisten haben Schrifttafeln um den Hals: „5 G-Diktatur“, „Leben geht vor Technologie“ und „Gesundheitsgefahr für Organe & Gehirn“ ist darauf zu lesen. Eine Frau hat auf ihr Schild einen Totenkopf gemalt mit „5 G Nein Danke!“ Das Thema beschäftigt mittlerweile auch die Lokalpolitik, sagt der Arzt Miklós Takács: „Wir haben den Antrag gestellt, die Marktgemeinde Murnau möge sich zur 5 G-freien Zone erklären.“ Der Umweltausschuss wird sich am 31. Januar mit dem Antrag befassen.

Von Günter Bitala

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