Projekt wird umgewandelt

Das Blaue Land hilft: Der vorerst letzte Hilfsgüter-Lkw verlässt Murnau

Lkw das Blaue Land hilft für Ukraine
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Vor dem vorerst letzten 40-Tonner mit privaten Hilfsgütern versammelten sich Helfer und treibende Kräfte der Aktion.
  • VonAntonia Reindl
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Murnau – Auf dem Hof des ehemaligen Postgebäudes beanspruchte Anfang der Woche ein Lkw ordentlich Platz. Die Ladung: private Hilfsgüter, die im Rahmen der Aktion „Das Blaue Land hilft“ der neun Blaues-Land-Gemeinden gesammelt wurden. Drei der langen Lastkraftwagen waren in den vergangenen Wochen bereits in die Ukraine aufgebrochen, der vierte Lkw ist der vorerst letzte. Die Sammelstelle für private Sachspenden wurde nämlich geschlossen. Beendet ist das Hilfsprojekt damit aber nicht. Der Blick wird nun auf das Hier geworfen, auf die Geflüchteten.

Noch einmal kamen einige Helfer und treibende Kräfte der Aktion zusammen, dort neben dem 40-Tonner am alten Postgebäude. Auf einer Seite die Plane hochgezogen – der Blick frei auf die Ladung. Stromverteilerkästen, Matratzen und medizinisches Material für das städtische Krankenhaus in Lemberg, verriet Murnaus Bürgermeister Rolf Beuting (ÖDP/Bürgerforum). Beim Blick auf den vierten, erst einmal letzten Lkw meinte der Rathauschef, dass „uns das schon mit Stolz erfüllt“. Anfangs habe man nämlich nicht daran geglaubt, auch nur einen Lkw voll zu bekommen.

Während der Lkw noch in Murnau parkte, dachte Beuting schon an das Ziel, an Lemberg, und hoffte, dass die „Partnerkommune“ nicht zum „Kriegsschauplatz“ werde – „das wäre eine Tragödie“. Beim Blick auf die Helfer sprach der Bürgermeister seinen Dank aus. Und: „Ich habe gehört, dass es für einige von euch ins Leere geht“, scherzte er mit Verweis auf die nun geschlossene Sammelstelle. Größere Hilfsgüter aber, Feuerwehrfahrzeuge, Krankenwagen, Lebensmittelgebinde, werden nach wie vor organisiert und entsendet.

In eine Leere aber werden die Helfer sicherlich nicht fallen. Denn die Hilfsaktion bekommt eine neue Ausrichtung. Nun geht es an die Unterstützung Geflüchteter vor Ort. Ob Freizeitgestaltung, psychische Beratung oder Kinderbetreuung, Helfergruppen seien gerade „in einer Findungsphase und koordinieren sich“, sagte Rathaus-Pressesprecherin Annika Röttinger (ausführlicher Bericht).

Zugleich wird weiterhin Geld gesammelt. Jeden Tag kommen Spenden im vierstelligen Bereich rein, verriet Beuting und hoffte, dass die Spendenbereitschaft anhält. Der Krieg sei nicht vorbei, habe erst begonnen und werde noch andauern, sagte der Bürgermeister. Um Unterstützung für die Ukraine wird es auch beim Spendenlauf gehen, den die hiesigen Schulen derzeit organisieren.

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