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Murnauer Kameradschaft ERH feiert 50. Jubiläum

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Von: Antonia Reindl

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50. Jubiläum gefeiert Murnau
Steckten die Ehrennadeln an und überreichten die Urkunden: der DBwV-Bundesvorsitzende André Wüstner (3.v.li.) und der DBwV-Landesvorsitzende Gerhard Stärk (re.) mit den Geehrten (v.il.) Jürgen Schreier, Wolfgang Rogge, Sylvia Beltz, Wulf-Dieter Schmidt, Achim Sührig, Peter Einzmann und Jörg Westheide. © Reindl

Murnau – Mitglieder erhalten Informationen rund um Verbandsfragen und sie werden in sozialen Fragen beraten. In Versorgungsfragen wissen sich Hinterbliebene aufgefangen. Man interagiert und kooperiert mit aktiven Soldaten, Reservisten und weiteren Soldatenverbänden. Und natürlich sucht man, etwa beim Törggelen oder Eisstockschießen, Geselligkeit. All das macht und ist die Selbstständige Kameradschaft ehemalige Soldaten, Reservisten und Hinterbliebene (KERH) in Murnau. Gerade erst feierte die Gemeinschaft ihr 50-jähriges Bestehen.

Sieben von 20 Mitgliedern waren einst dort, im Gasthaus „Griesbräu“, gewesen, um die Gründung zu beschließen. Das war im Februar 1972. Mit den Jahren stiegen die Mitgliedszahlen rasch an, inzwischen aber wird aus unterschiedlichen Gründen der Zuwachs gehemmt.

In einer Festschrift, zum 50. Jubiläum der KERH herausgebracht, sind einige der Ursachen aufgeführt, etwa die Entwicklung der Streitkräfte sowie die Auflösung von Verbänden als auch der Kemmelkaserne. „Wir schaffen es nicht, die Jüngeren ranzubringen“, sagte der KERH-Vorsitzende Oberstabsfeldwebel a.D. Jürgen Schreier zu Beginn des Empfangs im Restaurant „Auszeit“, der sich bei der 50-Jahr-Feier einer Messe anschloss. „Junge fehlen“ und „wir müssen es schaffen“, Reservisten für die Kameradschaft zu gewinnen, betonte ebenso der stellvertretende Kommandeur des Informationstechnikbataillons 293, Oberstleutnant Harald Schauff, der sich jedoch auch zu freuen wusste, nämlich, dass man wieder „offen feiern“ könne, das sei eines der schönsten „Geburtstagsteile“.

Oberst André Wüstner, Bundesvorsitzender des Deutschen Bundeswehr Verbandes (DBwV), schaute dagegen nicht auf den Zuwachs, sondern auf die, die da sind, die gekommen waren. Er verwies auf sein Begrüßungswort in der Festschrift, in der es heißt: „Sie sind eine unserer Korsettstangen, geben Halt und gebieten Einhalt, wenn die ‚Jungen Wilden‘ Gefahr laufen, sich zu übernehmen.“ Die Mitglieder würden „mehr tun als ihre Pflicht“ und „diese Kameradschaft lebt gut, jeder trägt etwas bei“. Doch Wüstner kam in seiner langen Rede auch auf die Politik zu sprechen und sagte dabei unter anderem, dass sich die Menschen wieder mit dem Zustand der Bundeswehr beschäftigen, wenngleich der Anlass „tragisch“ sei: „der schreckliche Krieg“ in der Ukraine.

Dann blickte Wüstner wieder auf die Murnauer Kameradschaft und dankte dieser „für 50 Jahre, für ein tolles Miteinander, für Streiten, für Fluchen, für Lachen“. Auch dem Vorsitzenden wurde gedankt, Schreier erhielt für seine langjährige Mandatsträgerschaft Urkunde und Nadel von Stabsfeldwebel Gerhard Stärk, Landesvorsitzender des DBwV. Anschließend wurden noch weitere Vorstandsmitglieder geehrt: Oberst a.D. Wolfgang Rogge als langjähriger Beisitzer (Bronzemedaille), Kassier Oberstabsfeldwebel a.D. Peter Einzmann für seine langjährige Tätigkeit als Beisitzer (Silbermedaille) sowie der stellvertretende Vorsitzende Oberstabsfeldwebel a.D. Jörg Westheide (Dankurkunde). Für ihre viele Jahre umfassende Mitgliedschaft wurden Hauptmann a.D. Wulf-Dieter Schmidt (60 Jahre), dessen Tochter, Oberfeldärztin Sylvia Beltz (25 Jahre), und Oberstleutnant a.D. Achim Sührig (50 Jahre) geehrt. Letzterer wäre eigentlich schon vor zwei Jahren für das halbe Jahrhundert geehrt worden, habe aber der Corona-Einschränkungen wegen auf die Feierlichkeit warten wollen, verriet Schreier im Vorfeld.

Zum Abschluss wollte der Vorsitzende noch einigen Mitgliedern danken, mit Worten, aber auch mit Gesten: er verteilte Geschenktüten. Darin: nicht nur die Festschrift, sondern auch ein Frankenschoppen, dessen Flasche mit dem Emblem der KERH sowie einer gelb-goldenen 50 verziert war.

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