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Murnauer Marktgemeinderat diskutiert über weitere Wohnmobilstellplätze

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Von: Antonia Reindl

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Keine Parkscheine für Reise- und Wohnmobile
Auf dem Festplatz am Kemmelpark gibt es keinen Parkscheinautomaten – auch nicht für Reise- und Wohnmobile. © Reindl

Murnau – Weitere Stellplätze sollen her. Und zwar für Reise- und Wohnmobile. Die Referenten für Wirtschaft und Tourismus des Murnauer Marktgemeinderats stellten einen Antrag, der ebendas fordert.

Genauer gesagt soll die Verwaltung prüfen, ob an verschiedenen Standorten in Murnau neue Stellplätze geschaffen werden können. Dafür soll dann auch die nötige Infrastruktur geschaffen – und natürlich die dafür benötigten Finanzmittel im Haushalt 2023 eingestellt werden.

In dem Antrag, unterzeichnet von Wolfgang Küpper (ÖDP/Bürgerforum) und Wolfgang Köglmayr (Mehr Bewegen), wird das Ansinnen freilich auch begründet, mit der wachsenden Zahl an Wohnmobilfahrenden. Und „da zu erwarten ist, dass auch in den kommenden Jahren der Trend zum individuellen Reisen mit einem Wohn- oder Reisemobil anhalten wird, sollte der Markt Murnau diesen potentiellen Gästen entgegenkommen und ihnen weitere, ausgewiesene Stellplätze neben dem Stellplatz Nord am Murnauer Bahnhof und unabhängig von Campingplätzen anbieten“. Wo weitere Plätze entstehen könnten: Vielleicht am großen Parkplatz im Kemmelpark, am Eisstockplatz oder am Kapferstadl an der Ramsachstraße, am Froschsee, an der Seestraße, am Forstanger-Parkplatz oder auch am Bahnhof. Standorte, welche die Antragsteller prüfen lassen möchten.

Überrascht von dem Budget, das in der Vorlage zur Marktgemeinderatssitzung für die Maßnahme auftaucht, zeigte sich Küpper. „Wir hatten keins eingestellt“, sagte der Tourismusreferent. „Die Kosten für die Maßnahme wurden vom Tiefbauamt auf circa 300 000 Euro geschätzt“, ist der Sitzungsvorlage zu entnehmen, in der Stellungnahme der Verwaltung. Mit 300 000 Euro wäre man „sehr gut bedient“, meinte Josef Brückner. Der Kämmerer informierte aber auch, dass ihm vom Leiter des Tiefbauamtes mitgeteilt worden sei, dass eine „komplette Umsetzung“ der Maßnahme 2023 „unrealistisch“ sei.

300 000 Euro seien „bei Weitem zu viel“, fand Köglmayr, der erst einmal an kleinere Maßnahmen dachte. Am Kemmelpark etwa würden manche Wohnmobile über Wochen und Monate Stellplätze blockieren. Für 1 000 bis 2 000 Euro könnte man dort Automaten einrichten. Auch Josef Bierling (CSU) störte sich an der Summe. „Momentan vollkommen überzogen“, meinte er und dachte an 25 000 bis 30 000 Euro. Für Dr. Elisabeth Tworek (Mehr Bewegen) komme es da auf den Standort an und die Frage, ob man erst einmal eine niederschwellige Maßnahme angehen oder einen attraktiven Wohnmobilstellplatz schaffen wolle. Für Letzteren wären 300 000 Euro „gar nicht so unrealistisch“. Am Ende begnügte man sich mit einem Zehntel dieser Summe: Die Mehrheit des Marktgemeinderates stimmte dafür, einen Ansatz in Höhe von 30 000 Euro in den Haushalt 2023 einzustellen.

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