K(l)eine Erhöhung

Musikschule soll nicht mehr kosten, Mietinstrumente hingegen schon

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Die Gebühren für die Weilheimer Musikschule werden im kommenden Schuljahr nicht steigen. Die Mietinstrumente werden minimal teurer.

Weilheim – Der Hauptausschuss hat sich gegen eine Erhöhung der Gebühren für die Städtische Musikschule ausgesprochen. Dafür sollen die Gebühren für die Mietinstrumente leicht steigen.

Musikschulleiter Josef Dichtl sprach im Hauptausschuss von einem Anstieg der Entgelte für das Lehrpersonal im Jahr 2019. Aufgrund der tariflichen Entwicklung seien damit die Ausgaben um 2,7 Prozent, also 28 200 Euro, gestiegen. Allerdings habe man die Mehrkosten fast gänzlich über die ebenfalls gestiegenen Gebühreneinnahmen kompensieren können. Laut Jahresrechnung 2019 hat die Musikschule 58 500 Euro mehr eingenommen als ursprünglich erwartet. Damit lagen die Einnahmen bei insgesamt 507 800 Euro. Auch die Anzahl der Schüler hat sich um 40 auf insgesamt 1 320 Personen erhöht.

Für das kommende Schuljahr 2020/21 schätzt Dichtl eine weitere Steigerung der Lehrpersonalkosten um durchschnittlich 2,97 Prozent. Eine Erhöhung der Gebühren für die Musikschule sollte es seiner Meinung nach dennoch nicht geben. Denn: Lehrpersonalkosten teilten sich 2019 die Kommune mit 39,6 Prozent, die Eltern mit 47 Prozent und 13,3 Prozent gab es als staatliche Förderung. „Das langfristige Ziel ist die Angleichung vom kommunalen Anteil und dem Gebührenanteil der Eltern“, so Dichtl.

Das Bestreben sei 44 zu 44 Prozent und zwölf Prozent staatliche Förderung. „Um dieses Ziel langfristig zu erreichen, sollte aktuell auf eine Gebührenerhöhung für das kommende Schuljahr verzichtet werden“, erklärte der Musikschulleiter.

Horst Martin (SPD) hat das Referat für die Musikschule inne und stimmte dem Vorschlag zu, „um die Waage zu halten“. Zudem könne man ein gutes Zeichen damit setzen, die Gebühren nicht zu erhöhen. Die restlichen Mitglieder des Hauptausschusses sprachen sich ebenfalls einstimmig gegen eine Erhöhung aus.

Ein Euro mehr für Mietinstrumente

Die Musikschule bietet im Anfängerbereich an, sich Instrumente zu mieten. Vor allem bei den Blasinstrumenten ergeben sich laut Dichtl jedoch unterschiedliche Mietgebühren innerhalb einer Unterrichtsgruppe. Der Musikschulleiter begründete das mit der Stufengrenze „bis Wiederanschaffungswert 750 Euro“. Dichtl schlug vor, die Grenze der Stufe 1 auf 1 000 Euro anzuheben und dafür eine Mietgebühr von zehn statt wie bisher neun Euro zu erheben. Daraus ergibt sich die Anpassung von Wiederanschaffungswert und Mietgebühr der weiteren Stufen: bis 1 500 Euro 14 Euro; bis 2 500 Euro 18 Euro und über 2 500 Euro 22 Euro.

Auch hier stimmte der Hauptausschuss einstimmig zu – wie am vergangenen Donnerstag auch der gesamte Stadtrat.

Von Stephanie Novy

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