Gemeinsamer Austausch

Nachbarschaftshilfen im Landkreis trafen sich

Treffen Nachbarschaftshilfen
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Beim Treffen der Nachbarschaftshilfen stellten sich zehn Gruppen vor. Viele von ihnen sind auf der Suche nach ehrenamtlichen Helfern, die im Zuge der sozialen Beschränkungen der Coronakrise abgesprungen sind.

Landkreis – Die Nachbarschaftshilfen im Landkreis sind auf der Suche nach ehrenamtlichen Helfern. Im Zuge der sozialen Beschränkungen der Pandemie gingen den Organisationen viele Unterstützer verloren.

Beim Treffen der Nachbarschaftshilfen im Landratsamt wurde auch der Bedarf an Räumlichkeiten und die Unterstützung bei juristischen und steuerlichen Fragen thematisiert. Zusätzlich bemühen sich viele unter ihnen derzeit, den Bekanntheitsgrad ihrer Organisationen zu erhöhen.

Organisiert hatte diese Veranstaltung, bei der 14 Vertreter von zehn Gruppen zusammenkamen, die Koordinierungsstelle Bürgerengagement des Landratsamts. Die Nachbarschaftshilfen hatten an dem Tag Gelegenheit, ihren „Kolleg*innen“ über die eigenen Aktivitäten zu berichten: Dazu gehören Einkaufshilfen, die Vergabe von Lebensmittelpaketen an Bedürftige, Angebote wie Kinderturnen oder Seniorengymnastik sowie Unterstützung von Asylbewerbern. Ebenso bieten sie Hilfe bei Behördengängen oder organisieren Hofflohmärkte und Repair-Cafés. „Gerade in Zeiten der Pandemie wird deutlich, wie unersetzlich die Nachbarschaftshilfen für unseren Landkreis sind“, sagte der stellvertretende Landrat Wolfgang Taffertshofer. „Mit Ihren Aktivitäten tragen Sie zum generationenübergreifenden Miteinander und zur Lebensqualität in unseren Gemeinden bei.“ Als weitere Referenten waren Harald Mansi, Bürgermeister von Wielenbach, sowie Simon Bräutigam von der Kriminalpolizeiinspektion Weilheim und Martin Sponsel von der Kriminalpolizeiinspektion Garmisch-Partenkirchen zu Gast.

Mansi beleuchtete im Rahmen der Vorstellung der Nachbarschaftshilfe Wielenbach die vielfältigen Angeboten seiner Gemeinde für ein soziales Miteinander. Bräutigam und Sponsel berichteten über telefonischen Trickbetrug. Dabei werden, so die Referenten, gezielt ältere Menschen mit dem „Enkeltrick“, mit Schockanrufen oder mit dem Auftreten als falsche Polizisten um teils hohe Geldsummen betrogen. Die Polizeibeamten baten die Nachbarschaftshilfen, die Bürger entsprechend zu informieren. Als besonders positiv wurden im Gespräch die große Hilfsbereitschaft untereinander und die Bedeutung der Kontaktpflege betont. „Wir bieten unseren MitbürgerInnen eine Plattform, ihre Lebenseinstellung in tatkräftiger Hilfe zu verwirklichen, damit unsere Gemeinde für alle, die hier wohnen, lebenswert bleibt“, sagte Wolfgang John von der Nachbarschaftshilfe Wielenbach. Diese wurde vor über sieben Jahren ins Leben gerufen. Seit 2017 hat diese Gruppe die Rechtsform eines eingetragenen Vereins (e.V.) und wirkt in der Gemeinde mit 26 aktiven und elf fördernden Mitgliedern. Die Treffen der Nachbarschaftshilfen im Landkreis finden etwa ein bis zweimal pro Jahr statt.

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Von Kreisbote

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