Nachhaltiges Arbeiten mit Ökoprofit

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STEFAN BERGER Landkreis – Neun Betriebe haben im Landkreis Starnberg Ökoprofit bereits erfolgreich umgesetzt. So konnten unter anderem die Klosterbrauerei Andechs, die Marianne-Strauß-Klinik und die Ulenspiegel Druck GmbH in der ersten Runde fast 165000 Euro einsparen. Dies zeigt für Landrat Karl Roth, dass sich das Engagement der Unternehmen lohne. Davon ist auch sein Weilheimer Amtskollege Friedrich Zeller überzeugt. Zudem passe Ökoprofit gut ins Programm „Energiewende Pfaffenwinkel“. Sieben Unternehmen aus seinem Landkreis haben Interesse signalisiert, darunter ein Kreditinstitut, eine private Klinik und ein größerer Industriebetrieb. Sechs sind es im Landkreis Starnberg, hier ist eine kommunale Einrichtung dabei. Namen wurden bei dem Pressegespräch nicht genannt, da keine endgültige Entscheidung der Interessenten vorliegt. Weitere Firmen können sich bis Ende Oktober bewerben. Die ideale Teilnehmerzahl liegt bei zehn, da Ökoprofit mit allen Beteiligten gemeinsam durchgeführt wird, bei mehr Bewerbern wird die Gruppe geteilt. In jedem Betrieb findet ein Workshop statt, ein Informationsaustausch ist möglich. „Die Leute lernen sich kennen und sehen, welche Probleme in dem jeweiligen Betrieb vorkommen und wie sie gelöst werden können“, so Christoph Winkelkötter, Geschäftsführer der Starnberger Gesellschaft für Wirtschaftsförderung (gfw). Ebenso können die Teilnehmer von der Erfahrung anderer Unternehmen profitieren. Tipps und Unterstützung bei der Umsetzung gibt es von den verantwortlichen Beratern der Firma Arqum. Wie funktioniert Ökoprofit? In acht Workshops werden im Lauf eines Jahres umweltrelevante Themen bearbeitet, die für den Betrieb interessant sind. Kernstück ist die Beratung vor Ort: An vier halbtägigen Terminen wird individuell aufgezeigt, in welchen Bereichen, beispielsweise beim Energieverbrauch, Ansätze für Verbesserungen hinsichtlich Rechtssicherheit, Umweltentlastung und Kostensenkung bestehen. Konkrete Maßnahmen wie Verantwortlichkeit und Budget werden festgelegt, die Umsetzung geplant. Hat ein Betrieb erfolgreich an Ökoprofit teilgenommen, erhält er in einer öffnet- lichen Veranstaltung die Auszeichnung „Starnberg & Weilheim-Schongau 2010-Betrieb“, die aus Sicht von Arqum-Berater Jörn Peter auch werbewirksam eingesetzt werden kann. Ökoprofit lohnt sich für alle Branchen: Dienstleister, Handwerker, produzierende Unternehmen, Vereine, Organisationen, kommunale Einrichtungen unabhängig von der Zahl der Beschäftigten. Finanziert wird es durch die Teilnehmer und die beiden Landkreise. Förderfähige Betriebe erhalten im Rahmen des Bayerischen Umweltberatungs- und Auditprogramms einen Zuschuss. Förderberechtigt sind Betriebe mit bis zu 250 Mitarbeitern und maximal 15 Mio. Euro Vorjahresumsatz. Durch die Förderung verringert sich die Teilnahmegebühr von 4725 auf 3075 Euro. Nach erfolgreichem Abschluss des Ökoprofits werden alle Betriebe in einem Club weiter betreut und bei der Umsetzung der Verbesserungsmaßnahmen unterstützt. Die neue Ökoprofit Runde soll im Januar 2010 starten. Interessierte Betriebe melden sich bei der Firma Arqum, Tel. 089/ 12109940, Jörn Peter. Mehr Infos bei Umweltberater Herbert Schwarz, Tel. 08151/148442 und der Wirtschaftsförderung des Landkreises Weilheim-Schongau, Justina Eibl, Tel. 0881/1276.

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