Nachmittagsbetreuung muss in Alte Kanzlei ausweichen

Mehr Schüler, mehr Platz

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Auf dem Bild die Süd- und Nordansicht der „Alte Kanzlei“ neben der Grundschule, in der nun zum großen Teil die Nachmittagsbetreuung der Schüler stattfindet.

Wessobrunn – Vor den Sommerferien beschloss der Gemeinderat die Einführung einer Nachmittagsbetreuung an der Grundschule Wessobrunn in Forst ab dem kommenden Schuljahr.

Hintergrund waren die deutlich gestiegenen Anmeldungen auf über 20 Kinder. Die bisherige Betreuung im Kindergarten Wessobrunn konnte so aus räumlichen Gründen nicht mehr durchgeführt werden. In Zusammenarbeit mit der Kinderhilfe Oberland organisierte die Gemeinde jetzt eine Betreuung an der Schule in Forst, für die rund 10 000 Euro an Haushaltsmitteln bereitgestellt wurden. Pünktlich zum neuen Schuljahr lief sie auch an. Allerdings mit leichten Startschwierigkeiten.

Die Ursache dafür war durchaus erfreulich, wie Bürgermeister Helmut Dinter in der Gemeinderatssitzung nach der Sommerpause berichtete. Nachdem es noch einige kurzfristige Anmeldungen bei den ABC-Schützen gab, musste die erste Klasse aufgrund der großen Kinderzahl geteilt werden. Um in der Grundschule die zusätzliche Klasse unterzubringen, wurde der Mehrzweckraum, der eigentlich für die Nachmittagsbetreuung vorgesehen war, zu einem Klassenzimmer umfunktioniert. „Wir mussten deshalb etwas improvisieren“, räumte Dinter ein. Das Problem wurde gelöst, indem die Kinder jetzt bei der Nachmittagsbetreuung in der benachbarten „Alten Kanzlei“ untergebracht sind. Dort sollte eigentlich nur die Mittagsverpflegung eingenommen werden. Jetzt erfolgt in den Räumlichkeiten auch die Betreuung, was hauptsächlich am Mittwoch für Probleme sorgt. An dem Tag findet das Seniorencafe in der Alten Kanzlei statt. „Wir haben die Senioren deshalb gebeten, etwas später anzufangen“, meinte Dinter, der ansonsten nur Gutes über die Betreuung der Kinder berichtete. „Die Damen der Kinderhilfe sind eine tolle Unterstützung“, lobte er. Neuigkeiten hatte er in Sachen Schülerbeförderung parat. „Die ist neu organisiert und wird jetzt von der RVO erledigt“, führte Dinter aus. Die Schulkinder aus Schellschwang, Haid und Wessobrunn werden mit einem großen Bus abgeholt. Dadurch ist nur eine Fahrt nötig, wodurch die Abfahrtszeiten nicht mehr so früh sind wie im Vorjahr.

Von Roland Halmel

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