Nachtbus fährt auf neuer Linie trotz Minus

„Die Sommerpause ist vorbei, der Nachtbus startet wieder für die Nachtschwärmer“, sagte Vizelandrätin Andrea Jochner-Weiß bei einem Pressegespräch auf dem Gelände des Regionalverkehrs Oberbayern (RVO) im Paradeis. Neu ist die Linie „Mitte“, die an den Wochenenden ab 23.45 Uhr alle Gemeinden zwischen Weilheim und Murnau anfährt. Außerdem holt sie die Nachtschwärmer aus Tutzing ab, die mit den letzten S-Bahnen um 2.21 und 3.21 Uhr aus München kommen. Endstation ist hier Polling.

Bisher gab es Nachtbusse für die Linie „West“ von Weilheim bis Schongau und für die Linie „Ost“, die von Untereurach über Penzberg nach Bad Tölz führt. Neu ist nun die Linie „Mitte“, die alle Nachtschwärmer aus Murnau, Seehausen, Rieden, Uffing, Untereglfing, Huglfing, Oberhausen, Polling, Weilheim, Unterhausen, Wielenbach, Wilzhofen, Haunshofen und Kampberg nach Hause bringt. Ein weiteres Novum: Der Bus der Linie „West“ hält auch in Altenstadt. Die Nachtbusse der drei Linien starten am Freitag, 18. September. Obwohl die Nachtbusse in den vergangenen Jahren für Defizite von 46577 Euro (2008) und 49293 Euro (2007) in den Landkreiskassen sorgten, hält der Landkreis als Träger an dem Angebot fest. „Wir stehen hinter dem Nachtbus“, sagte Vizelandrätin Jochner-Weiß. Zwar sei auch für dieses Jahr kein Plus zu erwarten. „Aber die Passagierzahlen steigen stetig an“, betonte Manfred Plonner vom Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV). Seit Jahresbeginn nutzten bereits 7370 Menschen die Nachtbusse. Im Jahr 2008 waren es 9090. Aus den roten Zahlen soll außerdem die erste Preiserhöhung der vergangenen acht Jahre von 2,50 Euro auf drei Euro helfen. Die Betreiber von Regionalverkehr Oberbayern GmbH (RVO) und des ÖPNV müssten allerdings 32160 Karten verkaufen, um aus dem Minus zu kommen, rechnete Plonner vor. Ob sich die neue Linie „Mitte“ lohnt, werden die RVO-Angestellten bis zur nächsten Sommerpause Ende Mai 2010 überprüfen. Sie werden auf jeder Fahrt die Passagiere zählen. „Wenn die Linie keinen Sinn macht und niemand mitfährt, wird sie eingestellt“, erklärte Ralf Kreutzer, Leiter der Verkehrsplanung Oberland im RVO. Auch im vergangenen Jahr hatten die RVO-Angestellten überprüft, wie viele Nachtschwärmer die Linien „Ost“ und „West“ nutzten. „Nach Murnau fuhren kaum Passagiere“, sagte Plonner. Deshalb koppelte der RVO jetzt die Gemeinde Murnau ab. Info: Die Fahrpläne liegen in den Rathäusern, Schulen und vielen Gaststätten der einzelnen Gemeinden aus. In einigen Diskotheken und Bars erhalten Fahrkartenbesitzer Vergünstigungen. Mehr dazu im Internet auf www.KREISBOTE.de.

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