Orchideen-Experte Werner Dworschak mit Verdienstmedaille der Bundesrepublik ausgezeichnet

Naturschützer mit Herz und Hand

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Grund zum Strahlen hat Werner Dworschak (2.v.re.), der von Landrätin Andrea Jochner-Weiß die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland überreicht bekam. Ehefrau Rosi Dümml und Bürgermeister Bernhard Kamhuber freuen sich mit ihm.

Weilheim/Huglfing – Fast 100 Hektar hat der Arbeitskreis Heimische Orchideen (AHO) in der Grasleitner Moorlandschaft gekauft. Einer, dem die Pflege und der Erhalt dieses „hervorragenden Orchideen- und Schmetterlingsbiotops“ besonders am Herzen liegen, ist Werner Dworschak. Für seine mit Leidenschaft praktizierte „außerordentliche Naturliebe“ wurde dem Huglfinger jetzt eine hohe Auszeichnung zuteil.

Seit 35 Jahren ist Dworschak im Bund Naturschutz aktiv. Er mäht Streuwiesen, entbuscht Wanderwege und schafft so mit seinen ehrenamtlichen Mitstreitern Lebensraum für viele vom Aussterben bedrohte Pflanzen und Tiere.

Besonders angetan haben es dem 63-jährigen Huglfinger aber die Orchideen. Sind Schutz- und Pflegemaßnahmen nötig, um ein Biotop zu erhalten, so scheut Dworschak keinen Arbeitseinsatz. Das bestätigte bei einem kleinen Empfang im Weilheimer Landratsamt auch AHO-Geschäftsstellenleiter Peter Müller.

Als besondere Verdienste Dworschaks hob Landrätin Andrea Jochner-Weiß seine Begeisterungsfähigkeit, die gute Zusammenarbeit mit den Landwirten und seine stets akribisch vorbereiteten Infoveranstaltungen hervor.

„Wir wären ganz schön aufgeschmissen ohne das Engagement der Ehrenamtlichen. Denn der staatliche Naturschutz kann diese Arbeit und Vertrauensbildung vor Ort nicht leisten“, zollte Matthias Hett von der Unteren Naturschutzbehörde dem Geehrten Respekt. Bürgermeister Bernhard Kamhuber ist stolz auf seinen Gemeindebürger, der in Huglfing als „Orchideen-Werner“ bekannt ist.

Dworschak nutzte die Gelegenheit, seiner Frau Rosi Dümml zu danken, die ihm „den Rücken frei hält“ und bei Arbeitseinsätzen die stärkende Brotzeit nachliefert. Für das vernetzte Handeln zum Wohle von Natur und Landschaft will sich Dworschak weiter einsetzen. Ein Anliegen ist ihm, auch die junge Generation von der Wichtigkeit der Landschaftspflege zu überzeugen. „Das wird schwierig“, fügte der Geehrte nachdenklich an.

Von Maria Hofstetter

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