Landratsamt gibt aktuellen Zwischenbericht zum Neubau der Berufsschule Weilheim

Millionenprojekt wird langsam sichtbar

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Eine Luftbildaufnahme, die Ende April gemacht wurde, verdeutlicht das gigantische Ausmaß der Baustelle für die neue Berufsschule Weilheim. Zur Orientierung: Die Straße links ist die B 2 in Richtung Starnberg.

Weilheim – Waren längere Zeit überwiegend riesige Erdhügel am Baufeld der neuen Berufsschule zu sehen, nimmt das Millionenprojekt mit Beginn der Rohbauarbeiten ganz langsam Gestalt an. Bei einer Baufeldbegehung vergangenen Freitag berichteten Landrätin Andrea Jochner-Weiß und die Verantwortlichen des Projekts über den aktuellen Sachstand.

Ganze 60 Meter ist die große Baugrube lang, die allerdings nur der Aushub für die Unterkellerung sein wird und die beiden größeren Gebäude miteinander verbindet, erklärte Florian Steinbach, Leiter der Kommunalen Bau- und Liegenschaftsverwaltung im Landratsamt Weilheim-Schongau. Später sollen dort vor allem die Haustechnik sowie eine Hackschnitzelheizung Platz finden. Die wirklich großen Objekte folgen erst noch. Der längste Komplex entlang der B 2 wird einmal 180 Meter betragen, allerdings aufgeteilt in drei rund 60 Meter lange Baukörper.

Nach dem Spatenstich Anfang Juli 2018 folgten auf dem Baugelände am Narbonner Ring die Erdarbeiten – und das sechs Monate länger als angenommen. Diese Verzögerung hing laut Steinbach mit einer archäologischen Untersuchung auf dem Grundstück zusammen, da es Hinweise auf in der Erde enthaltene „Pfahlbauten aus geraumer Vorzeit“ gegeben hatte. „Zum Glück haben wir dort keine Villa Rustica gefunden“, scherzte Steinbach.

Landrätin Andrea Jochner-Weiß (dritte v. li.) und der Leiter der Kommunalen Bau- und Liegenschaftsverwaltung im Landratsamt, Florian Steinbach(li. daneben), erklärten mit weiteren Beteiligten den Fortschritt des Baues.

Trotz der Zeitverzögerung konnte durch die Neuausschreibung der Baumeisterarbeiten „viel Geld gespart werden“, wie Landrätin Andrea Jochner-Weiß betonte – 1,3 Millionen Euro um genau zu sein.

Dies schont nicht nur den Geldbeutel des Landkreises. Obwohl die Ausschreibung europaweit erfolgte, konnten die Aufträge an zwei regionale Baufirmen vergeben werden, die nun parallel nebeneinander arbeiten. „Wir sind sehr froh darüber“, so Jochner-Weiß. Dem konnte sich Steinbach nur anschließen, der auf eine weitere Neuigkeit aufmerksam machte. Da der Kreistag im Herbst 2018 beschlossen hatte, für größere Baumaßnahmen ein gewisses Budget für „Kunst am Bau“ bereitzustellen, wird es voraussichtlich einen kleinen Wettbewerb geben, bei dem sich verschiedene Künstler mit ihren Ideen an dem Bau beteiligen können.

Dass der Neubau der Berufsschule zu den teuersten Projekten im Landkreis gehört, ist bekannt. Trotz schwieriger Baukonjunktur – die Baupreise sind innerhalb eines Jahres um 4,98 Prozent und nicht wie 2017 angenommen um 2,6 Prozent, gestiegen – gab Kreiskämmerer Norbert Merk Entwarnung. In puncto Kosten wollte er sich zuletzt zwar noch nicht genau festlegen, die befürchteten 90 Millionen Euro werden es aber nicht. Am Ende laufe es wahrscheinlich auf die prognostizierten 70 Millionen hinaus.

Ende 2019 soll die Planung für den Innenausbau stehen. Laut Steinbach, der kurz auf die nächsten Meilensteine einging, soll im April 2020 voraussichtlich die Grundsteinlegung mit Hebauf-Feier folgen und im Herbst 2020 die Gebäudehülle dicht sein. Im Sommer/Herbst 2021 erfolgt dann „sukzessive“ der Umzug in die neuen Räume. Sukzessive deshalb da in dieser Zeit noch Prüfungen in der Berufsschule stattfinden werden. „Diese Phase wird dann spannend“, so Steinbach.

Von Maria Lindner

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