Ausgabe mit Gottesdienst in evangelischer Apostelkirche gefeiert

Neue Altarbibeln fürs Dekanat

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Die Vertreter der Gemeinden mit ihren neuen Altarbibeln zusammen mit Regionalbischöfin Susan- ne Breit-Keßler und Dekan Axel Piper (vorne Mitte).

Weilheim/Region – Um für die Vergabe den richtigen Rahmen zu schaffen, wurde zuvor ein Gottesdienst mit Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler und Dekan Axel Piper gefeiert.

Breit-Keßler begann ihre Predigt mit der Geschichte von Joseph und seinen Brüder, ihrem „persönlichen Hit“ aus Kindertagen. Besonders angetan hätte es ihr das „wunderbare Happyend“ der Josephsgeschichte. „Ich liebte und liebe den glücklichen Ausgang von Erzählungen, Filmen, Büchern und natürlich von Ereignissen im wirklichen Leben“, sagte Breit-Keßler. Es brauche solche Visionen, solche Bilder vom guten Ausgang, damit man nicht erstickt unter der Last noch unbewältigter Erfahrungen oder gar zerbricht an einer quälenden Realität.

Jahre später begegnete der Regionalbischöfin eben diese Geschichte in ihrer schriftlichen Hebräischprüfung wieder. So schnell und fehlerfrei habe sie nie wieder aus dem Hebräischen übersetzt, erzählte Breit-Keßler.

Die neu revidierte Luther-Übersetzung sei ein Zeugnis einer kulturellen Revolution, sagte die Regionalbischöfin weiter. Sie würde jeden einzelnen Deutschen bis heute in seiner Sprache und Bildungskaierre prägen. Die neuen Altarbibeln basieren auf der Übersetzung der Lutherbibel und werden den Kirchengemeinden als maßgeblicher Text für den kirchlichen Gebrauch empfohlen. Die Übersetzer legten Wert darauf, sich näher am Text der letzten Ausgabe zu orientieren, an der Luther noch mitgewirkt hat (1545). Auch der heutige wissenschaftliche Stand ist in die Übersetzung eingeflossen, wie es von Seiten des Evangelisch-Lutherischen Dekanats Weilheim heißt. Dennoch sollten die Texte gewahrt werden, die im Gedächtnis der Menschen tief verwurzelt sind. So haben etwa 40 Prozent der Verse des Alten und Neuen Testaments eine Veränderung erfahren. Das sind ungefähr 12 000 der 31 000 Verse.

13 der insgesamt 16 Gemeinden des Dekanats durften ihre neue Altarbibel vor Ort in Empfang nehmen. Eine Gemeinde war verhindert und Weilheim und Schongau durften sich schon zuvor über ihr Exemplar freuen. Schongau habe die allererste im Dekanat bekommen, wenn nicht so gar in ganz Deutschland, sagte Breit-Keßler. Der Dekanatsbezirk erstreckt sich über die Landkreise Garmisch-Partenkirchen, Weilheim-Schongau, Starnberg und Landsberg am Lech.

Von Sofia Wiethaler

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