Kunst mit dem Smartphone erleben

Neue App erklärt Säulen der Stoa169 in Polling

Vorstellung Stoa169 App
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V. li.: Thomas Orbig (Sparkasse Oberland), Dr. Ingo Krüger (Sparkassenstiftung) und Künstler Bernd Zimmer sind begeistert von der neuen App zur Stoa169.
  • Ursula Gallmetzer
    VonUrsula Gallmetzer
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Polling – Vor Kurzem wurde die Stoa169 offiziell eröffnet. Neugierige Kunstinteressierte pilgern vor allem an den Wochenenden in Scharen zur Säulenhalle an der Ammer. Nun können sie durch eine technische Raffinesse noch mehr zu den Werken dort erfahren.

Wenn Bernd Zimmer bei der Stoa169 vor Ort ist, spricht er mit den Gästen gerne über die Säulen und deren Entstehung. Der Künstler selbst sowie sein Pressesprecher bieten auch Führungen durch das Objekt an. Immer ist dies jedoch nicht möglich. Bisher blieb den Besucher*innen da nur die Broschüre, die am Eingang erworben werden kann. Nun wird dieses Angebot durch eine App erweitert.

Die kostenlose App ist in den Appstores unter Stoa169 zu finden; Auf der Homepage stoa169.com oder vor Ort sind auch QR-Codes, die zum Download führen, zu finden. Wer die App hat, kann sich über ein einfaches und intuitives Menü freuen. Das Highlight ist jedoch die direkte Bilderkennung. Wer den Punkt „Säulen scannen“ anwählt und die Kamera auf eine der Säulen hält, bekommt sofort Informationen angezeigt. Das sind nicht etwa Interpretationen von Experten, sondern Aussagen der Kunstschaffenden selbst, die dem Verständnis der Werke dienen. Wer noch mehr wissen will, kann sich auf die zugehörige Biographie weiterleiten lassen.

„Bei manchen Säulen gibt es noch Probleme mit der Erkennung“, gesteht Zimmer. Zum Beispiel bei der des ghanaischen Künstlers Kwawe Akato-Bamfo, in der ein Mensch zwischen Gitterstäben gefangen ist. Denn die Kamera scannt durch die Stäbe durch. Zimmer ist sich aber sicher: „Das Problem bekommen wir auch noch in den Griff.“ „Es ist wie eine Lesehilfe“, freut sich Dr. Ingo Krüger. „Den Besuchern wird eine Expertenbrille gegeben“, ist der geschäftsführende Vorstand der Sparkassenstiftung, die die App mit 25 000 Euro förderte, begeistert. „Wir wollen breiten Schichten der Bevölkerung die Kunst näherbringen“, erklärt er das Engagement für die lokale Kunstszene.

Thomas Orbig, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Oberland, pflichtet bei. „Es ist toll, wenn die Leute sich auch danach mit dem Thema beschäftigen“, sieht er die App, zu der die Sparkasse 10 000 Euro beisteuerte, als idealen Einstieg zu Diskussionen über die Stoa169 und deren Inhalte.

Zimmer ist begeistert von der App und hat bereits Visionen, wie sie noch erweitert werden könnte. Zum Beispiel schwebt ihm vor, dass die Texte von Prominenten wie etwa Adele Neuhauser eingelesen werden könnten. Kontakte bestehen bereits, doch die Finanzierung fehlt noch. Auch für die Säulenhalle selbst hat er noch Träume. Etwa eine Säule, die in der Antarktis gefertigt wird. „Dann wären wirklich alle Kontinente vertreten.“ Auch hier versucht Zimmer bereits, die passenden Personen zu finden. Zimmer ist zuversichtlich, dass es klappen wird. Denn: „Wir haben uns hohe Ziele gesetzt und viele davon bereits umgesetzt.“

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