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Spatenstich für neue Attraktion: Glentleiten bekommt Wasser-Erlebnispfad

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Spatenstich Erlebnispfad Glentleiten
Griffen mit Freude zum Spaten (v.li.): Bezirkstagspräsident Josef Mederer, Museumsdirektorin Dr. Monika Kania-Schütz und 1. Vorsitzender Christoph Hillenbrand. © Bezirk Oberbayern, Archiv Freilichtmuseum Glentleiten, van Kempen

Großweil – In diesen Tagen feierte der Förderverein der Glentleiten, der Freundeskreis Freilichtmuseum Südbayern, nicht nur sein 50. Jubiläum, sondern nahm gemeinsam mit Bezirkstagspräsident Josef Mederer und Museumsdirektorin Dr. Monika Kania-Schütz auch den Spatenstich für ein aktuelles Förderprojekt vor. Im Mühlental der Glentleiten entsteht eine neue Attraktion, ein Wasser-Erlebnispfad.

Neben dem Waaghaus aus Acheleschwaig, das kürzlich eröffnet wurde, ist dies das zweite große Geschenk, das der Verein anlässlich seines 50-jährigen Bestehens dem Museum macht. Die Fertigstellung ist für den kommenden Sommer vorgesehen.

Angesiedelt zwischen zwei Mühlen, dem Sägewerk aus Potzmühle und der Hammerschmiede, wird sich der Pfad organisch in die Hanglage einschmiegen. Das Wasser wird schnell und langsam fließen, laut und leise plätschern und blubbern, verschwinden und quellend wieder auftauchen, sich umlenken und schöpfen lassen, Röhren füllen, Strömungsanzeiger bewegen, einen Wasservorhang auffächern und vieles mehr. Immer wieder kreuzen Fußwege die unterschiedlichen Wasserwege und lassen Orte zum Erleben und Verweilen entstehen. Anleihen bei den benachbarten historischen Exponaten mit ihren ober- und unterschlächtigen Wasserrädern bieten sich an, um kulturgeschichtliche Zusammenhänge zu verdeutlichen.

Weite Bereiche des Pfades sollen barrierearm nutzbar sein und alle Generationen angesprochen werden. Die verschiedenen Qualitäten von Wasser werden anhand von aus der Topografie herausgearbeiteten Elementen erlebbar gemacht. Dabei sollen einfach zu beschaffende Materialien zum Einsatz kommen, geländebildende Steine aus der Region stammen und allenfalls wenige Spezialgeräte zugekauft werden.

Alles ist so geplant, dass viele Arbeiten von den Handwerkerinnen und Handwerkern des Museums erbracht werden können und sich deren Fachwissen und Museumskenntnis entfalten kann.

Museumsdirektorin Dr. Monika Kania-Schütz freut sich sehr über dieses Geschenk und sagt: „Auf spielerische Weise können künftig Zusammenhänge rund um die Mühlen entdeckt werden. Die raffinierte Nutzung von Wasser als Energieträger und Transportweg ist aber nur das eine. Genauso wichtig ist das Ausleben von Experimentierfreude im Umgang mit dem kühlen Nass. Ein weiteres Mal zeigt sich der Freundeskreis als Ermöglicher eines Angebotes, das im Rahmen der Umweltpädagogik angesiedelt ist. Das hilft dem Freilichtmuseum, Kerninhalte der Landschaftsökologie unterhaltsam zu beleuchten. Dafür kann dem Freundeskreis gar nicht genug gedankt werden.“

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Von Kreisbote

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