Ausschuss nimmt Gesamtbudget in Höhe von 69,8 Mio. Euro für Berufsschule zur Kenntnis

Die drei großen Unbekannten

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Die Grafik zeigt die neue Berufsschule in Weilheim in südlicher Ansicht.

Weilheim – Das Bauen teuer ist und sich oft ungeplante Kosten auftun ist bekannt. Dabei geht es den privaten Häuslebauern nicht anders wie den Verantwortlichen beim Bau der neuen Berufsschule in Weilheim.

In der letzten Sitzung des Kreis- und Schulausschusses wurden die Mitglieder über die Entwurfsplanung sowie über die damit verbundene Kostenberechnung in Kenntnis gesetzt. Sie beträgt, einschließlich der Vorrüstung einer Photovoltaikanlage (auf Grafik nicht zu sehen), 62,6 Mio. Euro. Hinzu kommt die Baupreisindexentwicklung. Diese liegt derzeit bei 8,5 Prozent, was 5,3 Mio. Euro ausmacht. Des Weiteren kommt eine angepasste Risikoreserve in Höhe von zurzeit 1,9 Mio. Euro dazu. Daraus ergibt sich ein „finanzwirksames Gesamtbudget“ von 69, 8 Mio. Euro, wie es in den Sitzungsunterlagen heißt. Man hoffe, dass es sich so „durchziehen“ lässt, so Norbert Merk, Sachgebietsleiter der Kreisfinanzverwaltung und Kreiseinrichtungen. Ob es aber letztlich bei diesen Zahlen bleibt, ist unklar. Es gibt nämlich drei große Unbekannte: die Höhe der Baukosten, die Höhe der Fördermittel und die Baupreisindexentwicklung. Es gibt zwar eine Zusage für eine Bezuschussung in Höhe von 55 Prozent der förderfähigen Kosten durch die Regierung von Oberbayern, allerdings noch keinen Förderbescheid. Man hoffe noch etwas mehr bekommen zu können, sagte Merk. Des Weiteren nahmen die Mitglieder des Ausschusses auch den Projektstand und die weitere Rahmenterminplanung für den Neubau der Berufsschule zur Kenntnis. Einen „kleinen Start“ für die Ausschreibungen werde es im Frühjahr/Sommer nächsten Jahres geben, so Merk. Die großen Ausschreibungen seien aber für den Spätherbst geplant. Wann sie zu Ende sein werden, könne man „gar nicht“ sagen. Allerdings geht Merk davon aus, dass 60 bis 70 Prozent im Spätherbst über die Bühne gehen. Ausgeschrieben werden muss dabei alles europaweit, sagte Merk. Im Frühjahr 2019 könne man dann relativ genau sagen, wie weit der Preis getrieben wurde. Fertig sein soll die Berufsschule circa im Frühjahr 2021. Der endgültige Beschluss fällt in der nächsten Sitzung des Kreistages am 27. Oktober. Für eine Empfehlung stimmten, abgesehen von Manuela Vanni und Hans Geisenberger, beide Unabhängige/ödp, alle Mitglieder des Ausschusses.

Von Sofia Wiethaler

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