Neue Gewerbegebiete kommen – Standortförderverein wählte Vorstand – Advent soll mit Ständen belebt werden

Stefan Frenzl, Geschäftsführer der Standortförderung (re.), freute sich über den neu gewählten Vorstand (v.li): Bürgermeister Markus Loth, Markus Erat, Dr. Fritz A. Neidhart, Florian Lipp, Reinhard Schmieder, Thomas Orbig, Markus Praczek, Davide Carbone, Tobias Bindl, Heidrun Brugger, Klaus Bauer und Michael Bauermeister. Nicht im Bild: Hans-Georg Geist. Foto: Gnadl

Der neue Vorstand des Vereins zur Standortförderung in Weilheim steht fest. In der Waldwirtschaft am Gögerl wurde gewählt. Dabei gab es keine großen Überraschungen.

Die Vertreter der Kreditinstitute, der Industrie, des Handwerks, des Einzelhandels, des großflächigen Einzelhandels, der Dienstleistungsbranche und der sonstigen Betriebe wählten den Vorstand ihrer jeweiligen Gruppe zügig per Akklamation. Zuvor präsentierte Geschäftsführer Stefan Frenzl aber den Tätigkeitsbericht und gab einen Ausblick auf das nächste Jahr. Sechs neue Mitglieder konnten in diesem Jahr für den Standortförderverein gewonnen werden: das Projekt „Bäume für Menschen“, die Soccerhalle Weilheim, das Autohaus Widmann + Winterholler, die Oberlandschulen, das Autohaus Medele und die Kreishandwer­kerschaft Oberland. Nun sind es 103 Mitglieder. Auf den drei Säulen „Citymanagement“, „Stadtmarketing“ und „Wirtschaftsförderung“ setzt sich der Verein dafür ein, dass die Attraktivität und die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit von Weilheim erhöht werden und die Identifikation der BürgerInnen mit ihrer Stadt gestärkt wird. Unter anderem wurde in diesem Jahr die Beschilderung im Paradeis in Angriff genommen. Das Ergebnis: eine übersichtliche Tafel aller dort ansässigen Firmen. Auch für das Gebiet „Am Weidenbach“ möchte Frenzl bald „stärkere Ordnung im Schilderwald“ erwirken. Die Stadtwerbung liegt dem Verein besonders am Herzen. Das Logo „Weilheim zieht an“ hat sich inzwischen, geprägt vom einheitlichen Design, etabliert. Dies wird an den vielen erfolgreichen Aktionen, wie beispielsweise den verkaufsoffenen Sonntagen oder der Einkaufsnacht, deutlich. Auch den Tagestourismus möchte die Stadtförderung anlocken. Eine Werbetafel für Veranstaltungen steht bereits seit einiger Zeit am Kreisverkehr im Norden der Stadt, im Süden ist eine weitere geplant. Moniert wurden bei der Versammlung allerdings der minderwertige Lack und die schlechte Auslastung. „Das Problem ist bekannt und bereits in Arbeit“, beruhigte Frenzl. Potenzielle neue Gewerbegebiete waren den anwesenden Geschäftsleuten ebenfalls ein Anliegen. Bürgermeister Markus Loth zeigte die Möglichkeiten auf. Im Gespräch sind momentan die Gebiete am Leprosenweg, die Fläche nördlich der Deutenhausener Straße, das Deutenhausener Feld, Eichtweide und Achalaich. Für letzteres Gebiet seien die Vorverträge bereits unterzeichnet, verwies Loth auf den aktuellen Stand: „Es wäre verfügbar.“ Jedoch sei das Anbindungsgebot noch ein Problem. Dieses ist Teil des neu eingeführten bayerischen Landes- entwicklungsprogrammes (wir berichteten), welches besagt, dass „eine Stadt sich logisch weiterentwickeln“ muss, erklärte der Bürgermeister. Daher wäre ein Gewerbegebiet dort erst möglich, wenn auch andere Gebiete so anwachsen, dass keine große Lücken auf der Landkarte entstehen. Das Problem ist allerdings, dass das angrenzende Gebiet Überschwemmungsfläche der Ammer und eine Bebauung daher nicht einfach möglich ist. Momentan wird versucht, eine Ausnahme des Anbindungsgebotes zu erwirken. „Gewerbegebiete sollen ausgewiesen werden, nur wo ist noch nicht ganz klar“, fasste Loth die Situation zusammen. Die Standortförderung möchte sich in diesem Zusammenhang an den Stadtrat wenden und Empfehlungen anbringen. Beispielsweise will der Verein anregen, dass ein sinnvoller Branchenmix in neuen Gebieten entsteht, die Flächenreserven auch für die nächsten Jahre bereitgehalten, nicht gleich zugebaut und zu marktfähigen Preisen angeboten werden. Auch auf die Wichtigkeit einer Breitbandanbindung soll hingewiesen werden. Ein neues Projekt startet bereits im November: die „Belebung der Adventszeit“. Ergänzend zum Weihnachtsmarkt sollen in der gesamten Adventszeit Stände mit Glühwein und Naschereien in der Schmiedstraße aufgebaut werden und zwischen dem 24. November und 29. Dezember montags bis samstags von 11 bis 20.30 Uhr geöffnet sein. Auch einen Ausblick gab Frenzl: Die Einkaufsnacht, verkaufsoffene Sonntage, die Oberlandausstellung und andere Events bleiben. Überlegungen hinsichtlich eines neuen Hotels und eines Stammtisches „Autostadt Weilheim“ stehen ebenfalls auf dem Plan.

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