Neue Heizzentrale in Peißenberg in Betrieb genommen

Dem Klima zuliebe

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Manuela Vanni, Bürgermeisterin Peißenberg; Martin Glink, ehemaliger PWG-Geschäftsführer; Werner Dehmel, Geschäftsführer der Bayernwerk Natur GmbH und Norbert Schürmann, LEW-Vorstandsmitglied nahmen die neue Heizzentrale symbolisch in Betrieb.

Peißenberg – Die Peißenberger Wärmegesellschaft (PWG) hat ihre neue Heizzentrale in Betrieb genommen und setzt damit auch in Zukunft auf dezentrale und klimafreundliche Wärmeerzeugung.

Die Anlage für das Peißenberger Fernwärmenetz wurde seit Anfang des Jahres 2017 grundlegend modernisiert. Dazu hat PWG rund sechs Millionen Euro investiert. Neu errichtet wurden ein Blockheizkraftwerk (BHKW) mit einer elektrischen und thermischen Leistung von je 1,6 Megawatt und zwei gasbefeuerte Kessel mit einer Heizleistung von je acht Megawatt. Die Wärme wird über die Fernwärmeleitungen direkt an Haushalte, Gewerbe- und Industriebetriebe in Peißenberg geliefert. Den im BHKW erzeugten Strom speist PWG in das öffentliche Stromnetz ein. Als Brennstoff kommt dank der Modernisierung nun nahezu ausschließlich umweltfreundliches Erdgas zum Einsatz. Durch den Umbau stieg auch die Effizienz der Anlage: „BHKW und Heizkessel sind auf den aktuellen Wärmeverbrauch abgestimmt und benötigen nun weniger Brennstoff. Im Vergleich zum bisherigen Betrieb können wir etwa 4 000 Tonnen CO2 pro Jahr einsparen und leisten so einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz“, sagte PWG-Geschäftsführer Martin Glink.

Die beiden alten Motor-Heizkraftwerke haben seit Mitte der 1980er Jahre zuverlässig ihren Dienst verrichtet. Die Anlagen haben aber nicht mehr dem neuesten Stand der Technik entsprochen und waren, gemessen am heutigen Wärmebedarf der Kunden, inzwischen zu groß. Daher wurden sie Mitte letzten Jahres außer Betrieb genommen. Neben den Heizkesseln und dem Blockheizkraftwerk sowie der zugehörigen Infrastruktur hat PWG auch einen neuen Kamin und eine neue Leit- und Schaltwarte errichtet. Von dort werden die Anlagen überwacht, mit dem erforderlichen Eigenbedarf versorgt und die Einspeisung des erzeugten Stroms in das öffentliche Netz gesteuert. Moderne IT-Systeme ermöglichen eine Alarmierung des Betriebspersonals bei Störungen und Online-Diagnosen der eingesetzten Erzeugungsanlagen. Ein Energiemanagementsystem bilanziert und kontrolliert schließlich die verschiedenen Energieströme und den effizienten Energieeinsatz.Die Kunden merkten von den in den vergangenen Monaten laufenden Modernisierungsarbeiten nichts. Dafür kam auch eine mobile Anlage zum Einsatz, die zeitweise die verbliebene Wärmeversorgung ergänzte. Rein äußerlich hat sich das Erscheinungsbild der Heizzentrale im Norden des PWG-Geländes durch einige neue Gebäude verändert. Außerdem wurden ein Wärmespeicher und mehrere Kamine demontiert.

Übrigens: Am 1. Januar 2018 gab es einen Wechsel in der Geschäftsführung der Peißenberger Wärmegesellschaft. Der bisherige Geschäftsführer Martin Glink wird sich in diesem Jahr auf seine anderen Aufgaben innerhalb der LEW-Gruppe konzentrieren. Sein Nachfolger bei PWG wird Dr. Martin Reh, stellvertretender Leiter Großkundenvertrieb bei LEW.

Von Kreisbote

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