Peißenberger Alpenverein investierte rund 70 000 Euro in neue Kletterwand

"Felsähnlicher und schwieriger"

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Klettern macht vor allem auch dem Nachwuchs Spaß: Hans Horner und Teamkollege Herbert Fischhaber beim Absichern von Felix Roth (7 Jahre) und Paula Wintz (9).

Peißenberg – 140 Quadratmeter neue Kletterfläche mit rund 60 Routen vom dritten bis zum zehnten Schwierigkeitsgrad: Das sind die Eckdaten der neuen Kletterwand im Peißenberger Alpenvereinsheim. Die alten Hauptwände wurden nach 23 Jahren gegen neue Module ausgetauscht – quasi als Präventivmaßnahme: „Wir hatten Befürchtungen, dass die alte Wand langsam altersschwach wird. Darum haben wir vorher reagiert“, erklärt Hans Hornauer vom Kletterhallenteam.

Die neue rund 70 000 Euro teure Anlage bietet aber natürlich auch sportlich neue Herausforderungen. Die Wand ist nach Angaben Hornauers kleinteiliger strukturiert und damit „dem echten Klettern ähnlicher“: „Das Ganze ist jetzt schwieriger als vorher. Aber das war auch unser Ziel. Man soll in der Halle ja nicht rumkaspern, sondern sich plagen.“ Die rund 60 neuen Routen wurden vor der Neueröffnung Anfang der Woche bereits ausgiebig „probegeklettert“ und bewertet. Das Urteil fiel durchwegs positiv aus: „Bis jetzt sind wir sehr zufrieden mit unserer neuen Kletterwelt“, so Hornauer schmunzelnd. Auch beim Tag der offenen Tür kam die neue Anlage gut an: „Die Wand ist super. Sie ist felsähnlicher als die alte. Das Klettern erfordert jetzt mehr Technik“, erklärte Heike Engelhardt, die vor einem Jahr mit dem Klettern begonnen hat und mittlerweile zwei- bis dreimal pro Woche in die Halle kommt: „Man ist dann ganz mit sich beschäftigt. Der Kopf ist unglaublich auf das Klettern fixiert“, schwärmt die 42-jährige Peißenbergerin. Dass der Alpenverein in Peißenberg ein solches Freizeitsport-Angebot zur Verfügung stellt, findet Engelhardt toll: „Ich habe kein eigenes Auto. Aber durch die Anlage habe ich auch vor Ort die Möglichkeit, zum Klettern zu gehen.“

Die neue Kletterwand soll laut Hornauer eine ähnliche Haltbarkeitsdauer wie die alte Anlage haben. Weitere Ausbaupläne gibt es beim Peißenberger Alpenverein nicht. Eine weitere Kletterwand im Außenbereich zu errichten, bezeichnet Hornauer als „Stammtischphantasie“: „Das würde sich letztlich nicht lohnen.“

Von Bernhard Jepsen

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