15 neue Krippenplätze – Umwandlung im Montessori-Haus: Stadtrat segnet Antrag einstimmig ab

Grünes Licht hat der Stadtrat der Montessori-Fördergemeinschaft für ihr Vorhaben signalisiert, in ihrem Kinderhaus bis zu 15 Kindergartenplätze in Krippenplätze umzuwandeln.

Mit der Einrichtung einer Krippengruppe stünde das Kinderhaus wieder auf einer „soliden finanziellen Basis“, hatte die Stadtverwaltung bereits in der Hauptaussschuss-Sitzung argumentiert und auf die derzeit notwendigen „erheblichen finanziellen Zuschüsse durch die öffentliche Hand“ hingewiesen. Zurzeit sind im Montessori-Haus 55 Kindergartenplätze anerkannt, die jedoch nicht alle abgerufen werden. Die Montessori-Fördergemeinschaft beantragte deshalb bei der Stadt die Bedarfsanerkennung von Krippenplätzen. Nachdem die Fachaufsicht im Landratsamt der Fördergemeinschaft eine gute Konzeption und die baulichen Voraussetzungen für einen Krip- penbetrieb bescheinigt hatte, segnete der Stadtrat den Antrag am vergangenen Donnerstag einstimmig ab. Mit der Anerkennung von Krippenplätzen kommen auf die Stadt Kosten zu. Schätzungen zufolge sind für den Umbau im Montessori-Haus 4000 Euro beizusteuern, für jedes betreute Kind ist ein Zuschuss zu zahlen. Welcher Bedarf sich in den Weilheimer Kindertagesstätten abzeichnet, hat die Stadtverwaltung zum Jahresbeginn ermittelt. „Die Nachfrage nach Krippenplätzen wird auch 2010 ansteigen, nicht allen Kindern wird ein Platz angeboten werden können“, schilderte Ralf Fabian im Hauptausschuss die Situation. Ab 2013 besteht ein Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz. Dieser könne in Weilheim – trotz derzeit schon „sehr gutem Krippenangebot“ – nicht erfüllt werden. Auf Grund der vollen Auslastung aller Kindergärten in nächster Zeit sei eine Umwandlung von Kindergarten- in Krippenplätze nur dann möglich, wenn der bereits bestehende Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz dadurch nicht gefährdet wird. Da es sich bei der Montessori-Pädagogik um eine spezielle Erziehungsform handle, sei nicht damit zu rechnen, dass die freien Kindergartenplätze im Kinderhaus demnächst abgerufen werden. Einer Umwandlung stehe dort somit nichts im Wege. Bis Ende 2011 soll im Kindergarten Unterhausen eine zusätzliche Kinderkrippe bezugsfertig sein. Auch die Kindertagesstätten der Katholischen Pfarreiengemeinschaft sind inzwischen zwecks Umwandlung einer Kindergartengruppe in eine Krippengruppe bei der Stadtvorstellig geworden. Allerdings seien dort alle Kindergartengruppen voll belegt, berichtete Fabian. „Wir haben gute Erfahrungen mit Montessori gemacht“, warb Bürgermeister Markus Loth bei den Stadträten um Zustimmung. Für Petra Arneth-Mangano (SPD), Weilheims Kindergartenreferentin, stellt das Montessori-Kinderhaus ein „wichtiges Angebot für junge Familien“ dar.

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