Neue Liga, neue Regeln, neuer Ball – Penzings Volleyballerinnen vor dem Start in die Bezirksliga Oberbayern

Kommende Woche, am 10. Oktober, ist für die Volleyballerinnen des FC Penzing die balllose Zeit endgültig vorbei, dann heißt es sich wieder am Netz lang zu machen und fleißig Punkte zu sammeln. Nach dreijährigem Gastspiel im Nachbarbezirk Schwaben läuft Penzing erstmals wieder auf oberbayerischen Boden auf.

Fans, Spieler und Trainer sind gespannt wie man sich im heimischen Spielbezirk verkaufen wird. Allerdings ist auch für die letztjährigen Bezirksligateams Eichenauer SV, SC Freising, SV Esting, FTM Schwabing und TV Planegg-Krailling 3 die Liga schwer einzuschätzen. Neben Absteiger Planegg 2 füllen mit dem TSV Kösching, ESV Neuaubing und 1. SC Gröbenzell gleich drei Aufsteiger die Zehner-Liga auf. Penzing, das in den letzten Jahren dem regionalen Ausgleich unterworfen war, komplettier schließlich das Feld, so dass neben fünf alten, nun auch fünf neue Teams um die Bezirksligameisterschaft in der stärksten oberbayerischen Liga kämpfen werden. Netzkontakt erlaubt Dass der Schiedsrichter reagieren wird, wenn nach einer leichten Netzberührung eines Spielers ein aufgeregtes „Netz“ von Fans und Spielerinnen durch die Halle gellt, ist eher unwahrscheinlich. Denn der internationale Verband hat einschneidende Änderungen bei der Netzregel vorgenommen. Sie kommen in der neuen Saison zur Anwendung. Nun sind schlichtweg nahezu alle mehr oder wenig deutliche Netzkontakte erlaubt, so lange sich ein Team dadurch keine Vorteile verschafft beziehungsweise den Gegner behindert. Nur wenn die Spieler bei einer Block- oder Angriffsaktion die weiße Netz­oberkante berühren, wird es Schiedsrichter ahnden. Für Außenstehende ist erstmal nur eine Neuerung sichtbar: die neuen Spielbälle. Nicht mehr dreifarbig und 18-teilig, sondern zweifarbig und nur noch aus acht Teilen zusammengeschweißt, soll der neue Ball für bessere Spiel- und Flugeigenschaften sorgen. Wie ein bunter, überdimensionaler Golfball wirkt der mit abertausenden kleinen Vertiefungen versehene Kunststoffball nun. Nicht alle sind über das neue Spielgerät mit deutlich anderen Flugeigenschaften glücklich. Zu­spielerin Romana Kohlhund moniert, dass der Neue leichter durch die Finger rutscht, da die neue Oberfläche keine Feuchtigkeit absorbiert. Neu aufgestellt Der Penzinger Kader hat teilweise ebenfalls ein neues Gesicht bekommen – neue Spieler und neue Positionen sorgen für Veränderungen im Team. Nachdem Michi Bachmeir nach ihrer Schwangerschaft erst im Laufe der Saison wieder zum Kader stoßen wird, muss das Team auf Anja Müller gänzlich verzichten. Ihre Kreuzbandverletzung wurde erst vergangene Woche operiert und fällt damit für diese Spielsaison aus. Beide waren für die Liberoposition vorgesehen. In den verbleibenden Testspielen wird nun die neue Team­aufstellung ausgetestet. Neuzugang Tine Löblein von Ro­then­burg wird die Penzinger Mitte verstärken. Steffi Brandt, die in Penzing mit Volleyball groß geworden ist und in den letzten acht Jahren bei Utting, Planegg und zuletzt beim SV Inning ausgiebig Bayern- und Regionalligaluft geschnuppert hatte, wird wieder für Penzing die Bälle über Außen schmettern. Allerdings nicht zum Saisonstart – ein Bruch der Speiche am linken Arm legt ihren Einsatz erstmal auf Eis. Andi Epp, die sich in der Trainingspause einen Bänderriss am Sprunggelenk zuzog, scheint zum Auftaktspiel wieder fit zu sein und wird voraussichtlich erst einmal den Job des Liberos, dem Annahme- und Abwehr­spezialisten übernehmen. Aufatmen auch bei Mittelangreiferin Caro Fischer, die für Penzing wertvolle Spielerin im Block und Angriff, war letzte Woche im Training umgeknickt und sorgte für einige Tage Ungewissheit bei Trainer und Team. Ihr Einsatz ist mittlerweile aber nicht mehr gefährdet. Dass Penzing auch diese Saison wieder bei der Meisterschaft mitreden will, zeigt die Entwicklung des Teams. In den letzten Jahren verbesserten sich die Penzinger Volleyballerinnen ständig und erreichten vergangene Saison die Vizemeisterschaft.

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