Ein Stück näher am Bürger

Neuer Bürgerservice Justiz im Amtsgericht Weilheim

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Lisa Kallenbach (vo.) und Stellvertreterin Waltraud Hörmann (li. dahinter) nehmen die Anliegen der Bürger entgegen. Bei der Einweihungsfeier besichtigten Amtschef Dr. Lars Baumann, seine Stellvertreterin Christiane Serini, Ministerialdirektor Prof. Dr. Frank Arloth und Weilheims zweiter Bürgermeister Horst Martin (v.li.) das neue Bürgerbüro.

Weilheim – Der Gang ins Amtsgericht ist für so manchen Besucher immer noch mit Berührungsängsten behaftet. Im Bürgerservice Justiz wird ihm jetzt – auch außerhalb der Verhandlungen – bei vielen Anliegen zentral und kompetent geholfen.

Die Eröffnung der neuen Anlaufstelle nahm am Dienstag der Amtschef des Bayerischen Staatsministeriums der Justiz im Kreise zahlreicher Gäste und Behördenmitarbeiter vor. „Ganz der Bürgernähe und dem Servicegedanken gewidmet“ habe sich das Bürgerbüro laut Prof. Dr. Frank Arloth inzwischen als Erfolgsmodell bewährt und ermögliche auch ein effizienteres Arbeiten.

Weilheim ist das zwölfte bayerische Amtsgericht, in dem ein Bürgerbüro etabliert wird, in neun weiteren ist es geplant. Die Zeiten, in denen wie in Karl Valentins Sketch vom „Buchbinder Wanninger“ in unbekannten Gebäuden auf der Suche nach dem zuständigen Sachbearbeiter herumgeirrt werden musste, gehören damit wohl endgültig der Vergangenheit an, führte Arloth augenzwinkernd aus.

Hauptakteure im neuen Büro, wo seit Ende April der „Probebetrieb“ läuft, sind die Justizfachangestellte Lisa Kallenbach und ihre Stellvertreterinnen Waltraud Hörmann und Jutta Will. In einer Fortbildung wurden sie auf ihre Zusatzaufgabe vorbereitet. In dem Zimmer im Erdgeschoss können ohne vorherige Terminabsprache Grundbuchauszüge beantragt, Anträge in Betreuungsangelegenheiten gestellt und für Nachlasssachen erste Schritte eingeleitet werden. Auch bei der Antragstellung nach dem Gewaltschutzgesetz gibt es hier fachliche Unterstützung. Wer eine anwaltschaftliche Beratung braucht, jedoch nicht über ausreichende finanzielle Mittel verfügt, um einen Rechtsanwalt zu bezahlen, kann im Bürgerbüro einen Beratungsschein beantragen.

Eine Rechtsberatung wird in der kostenlosen Servicestelle nicht geboten, „das ist originäre Sache der Rechtsanwälte“, stellte Dr. Lars Baumann auf Nachfrage klar. Bereits bei seiner Einführung im Mai hatte der Direktor des Amtsgerichts betont: „Die Justiz ist für den Menschen da.“ Diesem Motto werde mit dem Bürgerbüro Rechnung getragen. Geöffnet hat die Servicestelle im barrierefreien Amtsgericht Montag bis Freitag jeweils von 8 bis 11.30 Uhr.

Von Maria Hofstetter

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