Neuer Bundesverkehrswegeplan stuft beide Umfahrungen als "vorrangig" ein, nicht aber Huglfing

Weilheim und Murnau einen Schritt weiter

+
Die Rathauskreuzung in Weilheim ist ein verkehrstechnisches Nadelöhr. Mit der dringlichen Einstufung im neuen BVWP nimmt die Umfahrung eine wichtige Hürde.

Weilheim/Region – Aufatmen in Weilheim und Murnau: Beide Umfahrungen sind im Zuge der B 2 im neuen Bundesverkehrswegeplan (BVWP) mit „vordringlichem Bedarf“ eingestuft und haben die Chance, bis 2030 realisiert zu werden.

Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) gab den BVWP 2030, an dem seit Jahren gefeilt wurde, am Mittwoch bekannt. Dieser Plan legt fest, in welche Straßen, Schienen und Wasserstraßen der Bund bis 2030 investieren wird. Bundesweit sind darin zirka 1000 Projekte als „vordringlich“ aufgelistet. Das Konzept wird ab Montag, 21. März, für sechs Wochen öffentlich ausgelegt. Die Bürger können sich in dieser Zeit über ein Onlineformular des Ministeriums zu dem Entwurf äußern.

Für das auf 35 Mio. Euro geschätzte Vorhaben in Weilheim sind aktuell im Flächennutzungsplan eine Ost- (Priorität eins) und eine Westvariante (Priorität zwei) berücksichtigt. Beide Trassen werden nun vom Staatlichen Bauamt geprüft. Der Stadtrat ist danach gefordert, sich auf eine Trasse festzulegen. Mit großer Erleichterung reagierte Bürgermeister Markus Loth (BfW) auf die Kunde aus Berlin: „Der Stadtrat hat sich mit großer Mehrheit für eine Umfahrung ausgesprochen. Ich bin froh, dass wir zwei Trassenvarianten haben. Im Verfahren wird sich zeigen, welche die realisierbarere ist.“ Von einer „entscheidenden Weichenstellung für dieses überaus bedeutsame Verkehrsprojekt“ spricht MdL Harald Kühn. Der Bundestag solle nun den Entwurf so beschließen, um weiter planen zu können.

Nicht minder wichtig für die Verkehrsentlastung in der Region ist die Ortsumgehung von Starnberg. Der B2-Entlastungstunnel wurde jedoch nicht mehr in der höchsten Stufe, sondern in die Kategorie „Weiterer Bedarf mit Planungsrecht“ eingestuft. Dass der Auerberg-Tunnel, der die neue Oberauer Umfahrung mit der Autobahn A 95 verbindet, nur im „weiteren Bedarf“ aufgeführt wird, hält MdL Florian Streibl (Freie Wähler) für eine „Schattenseite“ des neuen Planes.

Die Hoffnungen vieler Huglfinger auf eine Umfahrung ihres vom Bahnübergang und dem (Schwerlast)-verkehr stark frequentierten Ortes sind erst mal auf Eis gelegt: Der neue BVWP stuft das Projekt „im weiteren Bedarf“ ein. Mit dem Bund als Träger der Straße müsse nun „eine „Kompromisslösung für die nächsten zehn bis 15 Jahre entwickelt werden“, fordert Bürgermeister Bernhard Kamhuber, denn „Huglfing bleibt ein Nadelöhr“.

Von Maria Hofstetter

Auch interessant

Meistgelesen

"Sonst wäre ich nicht mehr da"
"Sonst wäre ich nicht mehr da"
Eine Lehrstunde im Auwald
Eine Lehrstunde im Auwald
Winterzauber
Winterzauber
70 Jahre soziales Miteinander
70 Jahre soziales Miteinander

Kommentare