Murnauer Brauereifamilie übernimmt Gastronomie im Freilichtmuseum

Schaubrauerei in Glentleiten

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Victoria Schubert-Rapp (zweite v. li.) und Bezirkstagspräsident Josef Mederer unterschreiben den Pachtvertrag für die Gastronomie im Freilichtmuseum Glentleiten. Wirtin wird Franziska Schwinghammer (li.). Museumsdirektorin Dr. Monika Kania-Schütz ist sich der guten Zusammenarbeit sicher.

Großweil – Das Freilichtmuseum Glentleiten bekommt ein neues Eingangsgebäude. Die Eröffnung des 13,5 Mio. Euro Baues, in dem eine gemütliche Museumsgastronomie eingerichtet wird, ist für den Josefi-Tag im März 2018 geplant.

„Unseren Besuchern werden wir neben einer oberbayerischen Bewirtung auch Einblicke in die heimische Braukultur geben“, so Bezirkstagspräsident Josef Mederer. Am Mittwoch wurde der Vertrag mit dem zukünftigen Gastronomie-Pächter unterschrieben. In einem mehrstufigen Auswahlverfahren fiel die Entscheidung auf die Murnauer Brauerei Karg, da sie am besten die vom Bezirk geforderten Kriterien hinsichtlich Qualität, Regionalität und Kreativität erfüllt. „Die Brauereifamilie Schubert betreibt mehrere Lokalitäten in der Umgebung. Sie hat dem entsprechend Erfahrung mit den Arbeitsabläufen, dem Service und der Nachhaltigkeit eines Saisonbetriebes“, so Mederer.

Zur Vertragsunterschrift kam Junior-Chefin Victoria Schubert-Rapp, die selbst Brauerin und Bier-Sommeliére ist, auf die Glentleiten. „Wir freuen uns sehr darauf, die Schaubrauerei betreiben zu dürfen. Im Vergleich mit unserer Weißbierbrauerei in Murnau wird es im Freilichtmuseum eine sehr kleine Anlage sein. In Murnau produzieren wir jährlich 10 000 Hektoliter Bier, auf der Glentleiten werden es wohl jährlich 200 bis 300 Hektoliter werden. Das Besondere: Wir werden sehr kreativ arbeiten können und verschiedene untergärige Biere ausprobieren. Beginnen werden wir mit einem Josefi-Bock. Außerdem werden wir Bierseminare und Verköstigungen organisieren“, berichtete Schubert-Rapp.

Die Wirtschaft wird von der Brauerei Karg unterverpachtet. Diese Aufgabe übernimmt Franziska Schwinghammer, die mit ihrem Mann die Hörnlehütte in Bad Kohlgrub betreibt. „Wir werden den Gästen die typisch oberbayerischen Schmankerl anbieten.“

Museumsdirektorin Monika Kania-Schütz informierte weiter: „Die Museumsgastronomie bekommt eine Gaststube und ein Stüberl mit je 60 Sitzplätzen. Dazu kommt die Panoramaterrasse mit 120 Plätzen. Das ist dieselbe Größe, wie wir sie bislang auch im ‚Starkerer-Stadl‘ zur Verfügung stellen. Die Einrichtung ist so flexibel gestaltet, dass sie besucherstarken aber auch ruhigeren Tagen gerecht wird. Für größere Veranstaltungen oder mehrere Busgruppen lässt sich der benachbarte Veranstaltungsraum mit einbeziehen.“

„Wenn Not am Mann ist, springe ich gerne mit ein. Beim Ansetzen des ersten Suds bin ich auf alle Fälle dabei“, so Mederer, der selbst das Brauhandwerk gelernt hat.

Von Günter Bitala

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