"Mamoth-Electric" kostet den Peißenberger Verein 157 000 Euro

Neuer Zamboni für das TSV-Eisstadion

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Stefan Rießenberger (Beifahrersitz hinten re.) und Manfred Fichtner (1.v.li.) mit den Eismeistern, die eine Einweisung in den Betrieb des neuen Zamboni erhielten.

Peißenberg – Das vereinseigene Eisstadion machte den Verantwortlichen des TSV Peißenberg zuletzt erhebliche Sorgen: So musste die Halle nach dem Wintereinbruch Anfang Januar wegen der Schneelast auf dem Dach für ein paar Tage gesperrt werden. Doch damit nicht genug: Kurz vor Weihnachten hatte bereits die Eisbereitungsmaschine ihren Geist aufgegeben.

Der TSV musste zwischenzeitlich ein Ersatzgerät mieten. Auf die Dauer wäre das allerdings nicht zu finanzieren gewesen. Der Verein hat sich deshalb einen neuen Zamboni beschafft. Eine Reparatur der alten Maschine, die rund 30 000 Eisbereitungsfahrten auf dem Buckel hatte, kam für den TSV nicht mehr in Frage. Die Kosten für die Ertüchtigung der Steuerungselektronik hätten den Restwert von 16 000 Euro überstiegen. In Abstimmung mit dem Wirtschaftsbeirat entschied sich das TSV-Präsidium für eine Neuanschaffung über einen Leasingvertrag – und so steht seit vergangener Woche ein fast nagelneuer, elektrobetriebener Zamboni in der Stadiongarage.

Der „Mamoth-Electric“ war als Vorführgerät bei der Eishockey-WM 2018 in Dänemark im Einsatz. Durch seine automatische Wasserregelung in den Kurven sorgt er laut TSV-Präsident Stefan Rießenberger „definitiv“ für eine bessere Eisqualität. Der Anschaffungswert des neuen Zambonis beträgt 157 000 Euro, die monatlichen Leasingraten schlagen ohne Mehrwertsteuer mit 1 251 Euro zu Buche.

Für den TSV Peißenberg ist das finanziell eine enorme Belastung – und in Sachen „Eisstadion“ noch lange nicht das Ende der Fahnenstange. Die Umkleidekabinen im Nebentrakt der „Rigi-Rutsch´n“ sind völlig marode. Die Gemeindewerke als Eigentümer des Gebäudes drängen auf einen Abriss.

Doch einen Neubau wird sich der TSV ohne finanzielle Hilfe der Kommune nicht leisten können. Die Gemeinde schießt aber unter anderem schon Bauhofleistungen für die Eismeisterei und eine angehobene Jahresgrundpauschale von künftig 50 000 Euro für den Hallenbetrieb hinzu. Beim TSV ist man sich über die finanzielle Gratwanderung bewusst: „Es wird auf Dauer nicht leichter, das Eisstadion zu betreiben“, prognostiziert Rießenberger. 

Von Bernhard Jepsen

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