Neues Grabmal des unbekannten Soldaten in Dießen aufgestellt

Zum Andenken

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Das frische Birkenkreuz und die kleine Grabstelle hat Paul Blinia (Vorsitzender) mit seiner Tochter Juliane Blinia, der Schriftführerin der Dießener Veteranen, erneuert mit Blumen geschmückt.

Dießen – Der Friedhof St. Johann in Dießen hat wieder ein Grabmal des unbekannten Soldaten: Vor geraumer Zeit ist die kleine Gedächtnisstätte – ein Birkenkreuz mit Stahlhelm – brutal niedergetreten worden und das Kreuz verschwunden. Jetzt hat der Soldaten-, Reservisten- und Kameradschaftsverein Dießen beschlossen, das Grab nördlich vom Schacky Mausoleum wiederherzurichten.

Rechtzeitig zum Karfreitag hat Paul Blinia, erster Vorsitzender, ein frisches Birkenkreuz vor dem Mausoleum verankert sowie auch die Umrandung der Grabstelle aus Haselnussholz wiederhergestellt. Den alten Stahlhelm hat er mit einer langen Schraube im Birkenstamm verankert. „Der wird nicht mehr so schnell weggerissen“, meint Blinia. Der Birkenstamm wurde von Baumpfleger Christian Bischur aus Eberfing gestiftet.

Zusammen mit Frau und Tochter hat Blinia das Grab des unbekannten Soldaten mit frischen Blumen geschmückt sowie auch das Mausoleum mit seinem kleinen Altar und den Erinnerungstafeln an die Opfer der Kriege gereinigt. „Auch das ist eine Aufgabe unseres Vereins“, betont Blinia und freut sich über das neue Birkenkreuz. Nie, fährt er fort, seien die Täter ermittelt worden, die das alte Birkenkreuz mutwillig demoliert haben. Allerdings sei der Rest des zerstörten Kreuzes samt Stahlhelm, Wochen nach der Tat, an einem Bachufer entdeckt worden.

Im übertragenen Sinn steht das Grabmal des unbekannten Soldaten nicht nur für die anonym an einem unbekannten Ort gefallenen Soldaten, sondern stellvertretend für das Grabmal jedes Soldaten, der im Krieg fiel oder an seinen kriegsbedingten Verwundungen verstarb.

Von Kreisbote

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