Neues Leben für Alexandru

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ILJA SIEGEMUND, Weilheim – Seit er denken kann, muss der neunjährige Alexandru Windeln tragen. Er hat keinen Darm- und Urinausgang. Die Arbeiterwohlfahrt (AWO) und das AWO-Kinderhaus wollen dem rumänischen Buben nun helfen. Die erste Hürde ist geschafft. Bei einem Spendentransport in das rumänische Nitchidorf, zu dem die Weilheimer AWO eine Partnerschaft unterhält, wurden Gerhard Trautinger, Weilheims AWO-Ortschef, und Barbara Kreitmeir, Leiterin des AWO-Kinderhauses, auf das Schicksal des Buben aufmerksam. „Er kann nur über einen Katheter Urin lassen“, erzählt Trautinger. Die erste Hürde, Alexandru zu helfen, ist geschafft: Der Bub ist am vergangenen Freitag nach Weilheim gekommen und wirdan diesem Mittwoch in der Haunerschen Kinderklinik in München untersucht. Die Kosten von 3500 bis 5000 Euro trägt die „AWD Stiftung Kinderhilfe“ mit Sitz in Hannover. „So einen Buben lässt man nicht hängen“, sagt Kreitmeir. Alexandru sei gut in der Schule, spreche etwas Englisch und sei ein „richtig lernwilliges Kind und ein aufgeweckter, liebenswerter Kerl“. Eine mögliche Operation, um dem rumänischen Buben zu helfen, und ein damit verbundener längerer Aufenthalt in Deutschland hängen nun vom Ergebnis der Untersuchung, die stationär und in Narkose erfolgt, ab. „Es wäre ein schönes Weihnachtsgeschenk“, sagt Trautinger. Die notwendigen Operationskosten von etwa 10000 Euro hoffe man durch Spenden tragen zu können.

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