Eine "Geist-reiche" Komödie des Heimat- und Trachtenvereins

Himmlischer Spezialauftrag

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Schnapsdrossel Resi hört die Geisterstimmen von Stelzl und Bömmerl.

Weilheim – Es ist ganz und gar nicht einfach, in den Himmel zu kommen. Das erfährt der mitten aus dem Leben gerissene Polizeibeamte Stelzl (Martin Gstaiger) am eigenen Leib. Im himmlischen Wartezimmer wird ihm mitgeteilt, dass er sich erst mit einem Spezialauftrag seine Flügel verdienen muss.

Er soll den just verstorbenen Schreinermeister Bömmerl (gespielt von Michael Tafelmeier) von der Erde abholen und in den Himmel bringen. Dabei hat der „Engel-Anwärter“ mit vielen unerwarteten Schwierigkeiten zu kämpfen, denn Bömmerl will nicht.

Im neuen Dreiakter „Da Himme wart net“ drehen die Theaterer des Heimat- und Trachtenvereins Weilheim richtig auf und füllen ihre Rollen überzeugend aus. Ihr Spaß am „Geisterspiel“ reißt das Publikum mit. Die neuen Spielleiter – Regie führen Michael Albrecht und Wolfgang Grosse-Lackmann – und ihre Ideen tun sowohl dem Ensemble als auch dem Stück gut.

Das beginnt bereits beim Einnehmen der Plätze. Auf der teilweise offenen Bühne liegt ein regloser Mann auf einer Wartebank. Dem Publikum stehen die Fragen förmlich ins Gesicht geschrieben. Auch der dezente Hinweis des Platzanweisers „Der gehört zum Spiel“ trägt vorerst nicht zur Aufklärung bei. Danach geht es Schlag auf Schlag und Pointe um Pointe weiter. Spontane Lacher im Zuschauerraum sind kein Einzelfall. Bezüge zur Kommunal- und Bundespolitik sorgen für zusätzliche Heiterkeit.

Ein bislang unbekannter Lottogewinn des Verstorbenen, die trauernde Tochter (Magdalena Würr), die raffgierige Verwandtschaft (Herbert Weinbuch, Christa Entenmann), Petra Resch als verliebte Haushälterin Finni sowie die medial begabte Schnapsdrossel Resi (Heidi Weinbuch) geben reichlich Stoff zum Lachen und teils auch zum Nachdenken. Jeder Akteur – auch hinter der Bühne – lebt seine Rolle oder Aufgabe überzeugend aus. Ihr Spiel ist ein Genuss. Der Applaus wie auch die Bravo-Rufe am guten Ende sind hoch verdient.

Die dankbaren Premierengäste holten das Ensemble fünf Mal zurück auf die Bühne. „Das hat richtig gepasst. Ein großes Vergnügen“, war nach dem Ende der Aufführung immer wieder zu hören.

Karten für die weiteren Aufführungen am 16./17. und 18. Januar sind beim Kreisboten im Medienhaus, Münchener Straße 1, Tel. 0881/189 67, erhältlich.

Von Georg Müller

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