Freie Wähler kritisieren beim Neujahrsempfang Peißenberger Rathauspolitik

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Walter Wurzinger bei seiner Rede im vollbesetzten Peißenberger Bürgerhaus.

Peißenberg – „Ich will den Ort weiterentwickeln. Es ist Zeit, neue Wege zu gehen.“ Die Stoßrichtung von Bürgermeister-Kandidat Walter Wurzinger beim Neujahrsempfang der Freien Wähler (FW) in Peißenberg war klar: Im Rathaus müsse es einen Wechsel an der Führungsspitze geben, damit die Marktgemeinde im Landkreis wieder den Stellenwert erhalte, den sie verdienen würde.

Wurzinger skizzierte im vollbesetzten Bürgerhaus seine programmatischen Schwerpunkte. „Die Zeit des Aussitzens“ müsse endlich zu Ende gehen und Projekte proaktiv angegangen werden. Wurzinger forderte ein Gesamtkonzept für das Wörther Sport- und Freizeitareal und eine Intensivierung der Bemühungen um den Hochwasserschutz: „Da muss man auf die Tube drücken.“ In puncto Energieversorgung will Wurzinger im Falle eines Wahlerfolgs „Neues entstehen lassen“.

Beim Neujahrsempfang referierte Hubert Kohler, der Geschäftsführer der Firma „Holzner Druckbehälter“, über ein regeneratives Herstellungsverfahren für Wasserstoff. „Der Walter hat sich schon sehr früh für uns interessiert“, berichtete Kohler. Dem Vernehmen nach soll Wurzinger bereits Gespräche geführt haben, um der Firma eine räumliche Expansion zu ermöglichen.

Wurzinger, so betonte FW-Gemeinderatskollege Jürgen Forstner, müsse kein Entertainer, sondern ein „Macher, Planer und Organisator“ sein: „Und das ist er zu hundert Prozent.“ Forstner knöpfte sich die amtierende Rathauschefin vor: „Peißenberg hat mehr und Besseres verdient. Der Ort muss endlich einmal gestaltet werden.“ Vor allem in der Wirtschaftspolitik würde Manuela Vanni (Peißenberger Liste) kaum Akzente setzen. Gewerbebetriebe würden bei wichtigen Anliegen bis zu vier Monate auf einen Rückruf aus dem Rathaus warten. Und wenn Betriebe aus Peißenberg abwandern? „Dann kriegt die das nicht mal mit. Da geht mir die Galle über. Das erfährt sie aus der Zeitung. Das sind unsere Arbeitsplätze und unsere Peißenberger“, kritisierte Forstner, selbst Inhaber eines Handwerksbetriebs. Wenn die Rahmenbedingungen im Rathaus stimmen würden, könne man in Peißenberg viele Projekte gemeinsam mit dem Gewerbe umsetzen. Forstner nannte exemplarisch den geplanten Neubau der Umkleidekabinen für das Eisstadion und verwies auf das Pollinger Sportheim: „Das ist ein Traum.“

Am 15. März bei der Kommunalwahl gebe es die Chance für einen Wandel in Peißenberg. Der Ort brauche zudem einen „starken, selbstbewussten Gemeinderat“ und Mandatsträger, die sich zu hundert Prozent für die Belange der Bürger einsetzen würden: „Das ist derzeit nicht bei allen Gemeinderäten so“, monierte Forstner.

Von Bernhard Jepsen

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