MdL Ritter spricht bei SPD-Neujahrsempfang

Mehr Mut für politische Ziele

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Volles Haus: Beim Neujahrsempfang im Stadttheaterfoyer herrschte reger Betrieb.

Weilheim – Das Foyer des Stadttheaters wäre fast zu klein gewesen: Traditionell machte die SPD den Auftakt der Neujahrsempfänge in der Kreisstadt und Ortsvorsitzender Dominik Streit konnte sehr viele Gäste begrüßen, darunter zahlreiche amtierende und ehemalige Stadträte, sowie die Landtagsabgeordneten Susann Enders und Florian Ritter.

Streit richtete den Blick auf die bevorstehenden Europa- und Kommunalwahlen. „Die Europawahl wird eine Schicksalswahl für unseren Kontinent“, so Streit, der ein offenes, vereintes Europa für die Menschen, nicht für Unternehmen forderte. „Es darf keinen weiteren Exit geben!“ An Inge Putzier vom örtlichen Asylunterstützerkreis überreichte er eine Spende über 200 Euro, die zur Fortsetzung des Projekts „Kulturdolmetscher“ gedacht ist. Putzier appellierte an ihre Partei, sie ist Sozialdemokratin, sich mehr für Grundrechte und Rechtstaatlichkeit einzusetzen.

Auch aus dem Stadtrat gab es Berichte. Ingo Remesch, für die SPD im Hauptausschuss, bezeichnete die Ablehnung des Bahnhalts an der Geistbühelstraße als „größte Enttäuschung 2018“. Spielplatzreferentin Petra Arneth-Mangano freute sich, dass noch heuer mit der Umsetzung ihres Antrags auf Neugestaltung 19 städtischer Spielplätze begonnen werden soll. Diese erhalten alle ein Weilheimer Thema, so dass sie attraktiver und identitätsstiftend wirken sollen. Michael Lorbacher vom Bauausschuss ging auf Nachverdichtung und sozialgerechte Bodennutzung ein, wozu 2018 ein Konzept verabschiedet wurde, das bei Neuerschließungen ab 1 000 Quadratmeter eine 30-Prozent-Quote für bezahlbaren Wohnraum festschreibt. Zweiter Bürgermeister Horst Martin streifte die Themen Verkehrsplanung – „die Fraktion steht einer Umfahrungslösung für Weilheim kritisch gegenüber“ – und den bezahlbaren Wohnraum: „Wir sollten Bauherrengemeinschaften fördern, ein Leerstandsmanagement und eine Wohnungstauschbörse einrichten.“ Persönlich sei er für eine Wachstumsbremse, also keine weiteren Neuausweisungen von Wohngebieten. Für die Kommunalwahl 2020 signalisierte er den Willen zum Weitermachen, „wenn die Weilheimer es wünschen“.

Florian Ritter, Landtagsabgeordneter und Vorsitzender des SPD-Bezirks Oberbayern, resümierte das Abschneiden der Sozialdemokraten bei den Landtagswahlen mit den Worten: „Das zeigt, dass in der Demokratie nichts selbstverständlich ist, um alles muss man kämpfen!“ Die Legitimationskrise sei im Bereich der Kommunalpolitik bei Weitem noch nicht so schlimm. Aber auch hier wollten die Menschen Problemlöser. „Ideen, Politik und Werte werden von Personen verkörpert. Wir müssen mehr Mut haben, an großen politischen Zielen zu arbeiten“, gab Ritter. deutlich zu verstehen.

Von Bianca R. Heigl

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