Singenden Bürgermeisterkandidaten, Liste und Landratsaspirant vorgestellt

Neujahrsempfang SPD Weilheim

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Auch wenn’s nicht so aussieht, die Stadtratsliste der SPD ist paritätisch mit Damen und Herren besetzt. V.li.: Ingo Remesch, Horst Martin, Dominik Streit, Alexander Majaru.

Weilheim – Einen ungewöhnlichen Auftakt hatte der Neujahrsempfang der SPD: Mit dem Lied „Good News“ begrüßte der Gospelchor Happy Voices die Gäste im Foyer des Stadttheaters. Das hatte seinen Grund: Einer der Sänger ist Horst Martin, der „singende Bürgermeisterkandidat“, wie ihn Ortsvorsitzender Dominik Streit nannte.

Streit hielt Rückschau auf 2019, ein „schmerzliches Jahr für die SPD“, das aber mit programmatischer Erneuerung zum Jahresende einen guten Abschluss nahm. „Die Partei will wieder eine Alternative auf dem Wahlzettel anbieten, die sich nicht zwingend so nennen muss“, so Streit. Er appellierte an die Vertreter der anderen Parteien – CSU, Grüne, FDP und Freie Wähler waren gekommen –, gemeinsam dafür zu sorgen, dass nicht noch mehr Wähler den Populisten in die Arme getrieben werden. An alle Wähler richtete er den Aufruf, ihre 92 Stimmen bei den Kommunalwahlen demokratischen Parteien zu geben.

Der junge Landratskandidat Alexander Majaru stellte sich vor als „Mittler zwischen den Generationen“. Er wolle, wie sein Wahlslogan lautet, das Beste für den Landkreis und dabei stehen besonders die „Niemande“ auf seiner Agenda, die weder Vermögen noch Besitz haben und nie etwas ansparen können. Den wichtigen Klimaschutz dürfe man nicht auf dem Rücken derer austragen, die ohnehin schon nichts hätten. „Man braucht Herzblut, wenn man eine Sache anpacken und verändern will!“, so Majaru.

Fraktionschef Ingo Remesch, der nach 18 Jahren nicht mehr für den Stadtrat kandidieren wird und sich als „Godowner“ im Gegensatz zu „Newcomer“ Majaru bezeichnete, gab einen Rückblick über die Stadtratsarbeit im vergangenen Jahr, die noch von anderen Themen als der Entlastungsstraße geprägt gewesen sei. So freute er sich, dass in puncto bezahlbarer Wohnraum mit den rund 70 Wohneinheiten an Singer- und Römerstraße ein Schritt in die richtige Richtung gegangen worden sei. Auch die noch zum Jahresende erteilte Planungssicherheit für den dringend benötigten Ausbau der Kindertagesstätten und Ganztagsschulen sei eine Beruhigung. Er persönlich werde bei der Entlastungsstraße bei seiner Meinung bleiben, dass eine solche notwendig ist, auch wenn dies nicht die Fraktionsmeinung widerspiegle.

Nach der musikalisch eingeläuteten Pause mit Häppchen und Getränken stellte Martin die Stadtratsmannschaft für die Kommunalwahlen vor und gab einen Überblick über seinen programmatischen Schwerpunkt. An erster Stelle kommt bei ihm ein Wachstumsplan, mit dem das Wachstum der Kreisstadt gesteuert und reguliert werden soll. Bezahlbaren Wohnraum sieht er als zweitwichtigstes Thema, weshalb er einen Weilheimer Wohnungspakt ins Leben rufen möchte, um den sozialen Wohnungsbau, Bauherrenmodelle und Mehrgenerationenwohnen zu fördern. Zum Thema Verkehr stellt sich Martin klar gegen eine Straße durch die Landschaft, die, egal wo sie gebaut würde, eine Sünde wäre. „Ich möchte einen Grundsatzbeschluss, dass der Fußgänger- und Radverkehr in der ganzen Stadt Vorrang vor den Autos hat!“, so der Bürgermeisterkandidat der SPD. In all diesen Themen sei auch der Klimaschutz enthalten, ferner will er die Jugendbeteiligung stärken, Armut bekämpfen und sich für die Wiedereröffnung der Geburtenstation im Weilheimer Krankenhaus stark machen: „Sonst hat Weilheim den Titel Oberzentrum nicht verdient!“

Von Bianca R. Heigl 

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