Jetzt schlägt´s 17: Neujahrsgespräch KAB, Betriebsseelsorge, IG Metall, Verdi und DGB

Rente im Mittelpunkt

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An einem Tisch: Natascha Almer, Regionssekretärin DGB München; Daniela Fischer, erste Bevollmächtigte IG Metall Weilheim; Werner Röll, Bezirksgeschäftsführer Verdi; Petra Reiter, KAB-Sekretärin und Andreas Kohl, Betriebsseelsorger.

Weilheim – Mit Blick auf die anstehende Bundestagswahl im September beschäftigte sich das Neujahrsgespräch „Jetzt schlägt´s 17“ von der Katholischen Arbeitnehmer Bewegung (KAB), von Betriebsseelsorge, IG Metall, Verdi und DGB mit dem Thema Rente.

Die Frage des Abends lautete „Was muss passieren, damit die Beschäftigten in den Betrieben gut in die Rente kommen?“ Darüber diskutierten die Vertreter aus Gewerkschaften, Politik und Kirche in einzelnen Gruppen und präsentierten anschließend ihre Lösungsvorschläge.

Zuvor hatten Arbeiter aus den Bereichen Chemie, Maschinenbau und Soziales die Problematik in ihren Betrieben beschrieben. Dabei wurde mitunter das Leistungsmanagement kritisch betrachtet, da es dazu führen würde, dass die Ellenbogen unter den Kollegen mehr ausgefahren werden. Des Weiteren wurden statt einer Kollektivregelung für die Arbeitsteilzeit Einzelvereinbarungen befürwortet. Im sozialen Bereich wurde beanstandet, dass es immer mehr Aufgaben, wie den Umgang mit Flüchtlingsfamilien, gibt, das Personal daran aber nicht angepasst wird. Zusätzlich sprach sich der Vertreter des sozialen Bereichs für Arbeitsgruppen aus, in denen Personen aus drei verschiedenen Altersgruppen miteinander agieren.

Im Bereich Maschinenbau wurde bemängelt, dass Arbeitsplätze für ältere, nicht mehr so leistungsfähige Personen großteils ausgelagert wurden. Ergonomische Arbeitsmaterialien würden fehlen, da diese zu viel Geld und Zeit kosten.

Als Lösungsansätze wurde für eine gemischte Altersstruktur sowie eine altersgerechte Verteilung der Aufgaben plädiert. Außerdem sollte es Arbeitsmodelle „Zum Durchschnaufen“ in den Tarifverträgen geben, bei denen zwar die Arbeitszeit, nicht aber das Gehalt reduziert wird.

Auch mehr Personal und eine „Kultur“, in der die älteren Arbeitnehmer geschätzt und nicht diskriminiert werden, wurden gefordert. Als einen weiteren Lösungsweg wurde in dem Neujahrsgespräch empfohlen, das Gesundheitsmanagement ernster zu nehmen, wodurch zum Beispiel Vorkehrungen gegen Rückenprobleme früher ergriffen werden könnten.

Von Sofia Wiethaler

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