Noch neun unversorgte Bewerber – Agentur für Arbeit meldet aber 289 unbesetzte Ausbildungsstellen

Betriebe im Landkreis würden gerne ausbilden, jedoch gibt es in gewissen Branchen einfach zu wenig Bewerber und in anderen zu viele.

„Im Bereich Tourismus und Sport kommen auf eine Stelle vier Bewerber, im Bereich Gestaltung, Werbung und Kunsthandel eine Stelle auf 2,5 und im Be­reich Gesundheit (medizinisch oder zahnmedizinisch) kommt eine Stelle auf zwei Ausbildungssuchende“, erklärte Robert Ernst, Teamleiter Berufsberatung bei der Agentur für Arbeit Weilheim. Auf der anderen Seite kommen im Lebensmittelverkauf auf einen Bewerber drei Stellen und in der Metallverarbeitung (Feinwerktechnik und Werkzeugtechnik) ein Bewerber auf 2,6 Stellen. 2 157 junge Leute aus den Landkreisen Weilheim-Schongau, Landsberg und Garmisch-Partenkirchen hatten sich dieses Jahr bei der Agentur um eine der 2 103 gemeldeten Ausbildungsplätze beworben. Das sind 241 Bewerber mehr als letztes Jahr. 1 406 von ihnen bekamen auch eine Stelle, 255 gingen weiter zur Schule oder Universität. Dieses Jahr gab es neun „unversorgte“ Bewerber. Zum 30. September waren in der Agentur 289 unbesetzte Ausbildungsstellen gemeldet, 118 davon im Bereich der Hotellerie und Gastronomie und 69 im Verkauf. Der Grund dafür, so Ernst, sei das sehr große Angebot. Immerhin waren im Landkreis Garmisch-Partenkirchen 329 freie Stellen (von 685) aus dieser Branche. „Diese werden zum Teil von auswärtigen Bewerbern besetzt“, sagte der Teamleiter. Die Agentur hat eine „Top Zehn“ der freien Stellen und Bewerber zusammengestellt. Auf dem ersten Platz ist die Ausbildung zum Kaufmann im Einzelhandel mit 170 Stellen und 148 Bewerbern. Platz zwei belegte der Hotel­fach­mann mit 152 freien Stellen. Bei den Ausbildungssuchenden ist dagegen der Bürokaufmann mit 146 Bewerbern auf dem zweiten Platz. Den letzten Rang der Liste belegten der Industriekaufmann (54 freien Stellen) und der Tischler mit 47 Bewerbern. Da der Nachwuchs fehlt, vor allem in technischen Berufen, versuchen Firmen auch Mädchen für diese Branche zu begeistern. „Mit dem girls-day hoffen wir weibliche Bewerber zu rekrutieren“ so Ferdinand Pilzweger, Geschäftsführer der Agentur in Weilheim.

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