Norbert Ortner tritt als Chef der Eishackler zurück

Norbert Ortner, ehemaliger erster Vorstand der Peißenberger Eishackler.
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Fast sieben Jahre war Norbert Ortner im Amt.

Peißenberg – Richtig geschockt waren die Peißenberger Eishackler in der Vorwoche nicht, als es sich abzeichnete, dass die Bayernligasaison vorzeitig beendet ist. Bei Spartenchef Norbert „Bene“ Ortner ging stattdessen der Blick in die Zukunft. Er wollte umgehend mit den Planungen für die neue Saison beginnen. Das hat sich jetzt aber erledigt. Ortner verkündete am Sonntag überraschend seinen Rücktritt als Chef der Sparte Eishockey.

„Wir haben in der Vorstandschaft einen Umstrukturierungsprozess eingeleitet. Es gibt da jetzt junge, fähige Leute. Geplant war mit ihnen zusammenzuarbeiten, um sie einzuarbeiten. Jetzt aber hieß es, sie wollen das nicht und da will ich der Entwicklung nicht im Weg stehen“, begründete der 58-Jährige, der zuletzt nur noch mit einem kleinen Vorstandsteam aus Schatzmeisterin Monika Lenttner und Schriftführerin Lisa Steidl die Abteilung leitete, seinen Rückzug.

Die Botschaft über die fehlende Bereitschaft zur Zusammenarbeit der potenziell neuen Führungscrew mit Ortner überbrachte TSV-Präsident Stefan Rießenberger. „Das war ein grausamer Tag. Für Bene tut es mir leid, weil ich ihn mag und wir befreundet sind,“ gestand Rießenberger nach dem Gespräch. „Er wird eine Lücke hinterlassen, aber jetzt müssen halt die anderen die Ärmel hochkrempeln“, ergänzte Rießenberger, der die Namen der neuen Eishackler-Führung aber noch nicht preisgeben wollte. Der oder die Nachfolger von Ortner, der sieben Jahre im Amt war, müssen auch erst in einer Hauptversammlung gewählt werden. Das kann wegen der Corona-Einschränkungen aber noch dauern. „Bis zum Tag der Neuwahlen führt das TSV-Präsidium jetzt die Sparte“, erklärte Rießenberger. Bei Ortner selbst hält sich die Trauer über den abrupten Abgang einigermaßen in Grenzen. „Ich bin keinem böse, auch wenn der Umbruch etwas schnell kam. Geplant war ursprünglich, dass ich es sechs Jahre mache, jetzt wurden es letztlich sieben“, scheidet Ortner ohne Groll. „Es geht hier nicht um meine Person, sondern um das Peißenberger Eishockey“, stellt Ortner klar. „Die jungen Leute, die jetzt kommen, haben andere Ansichten und Meinungen, das ist in Ordnung“, hofft Ortner, dass seine Nachfolger die Herausforderungen meistern. Ganz vom Eishockey wird sich der Busunternehmer deshalb aber nicht verabschieden. „Ich bin immer noch Chef vom Förderverein. Das werde ich auch bleiben und da gibt es genügend zu tun“, sagt Ortner, dem der Nachwuchs besonders am Herzen liegt.

„Wir müssen nach vorne schauen und in Ruhe weiterarbeiten“, hofft Rießenberger auf einen reibungslosen Übergang, für den er bis zu den bis auf Weiteres nicht absehbaren Eishackler-Wahlen mit seinem Präsidium erst einmal selbst verantwortlich sein wird.

Von Roland Halmel

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