Obere Stadt trotzt dem Regen – Oberstadtlerfest: Weniger Besucher – Flexible Organisatoren

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GEORG MÜLLER; Weilheim – Im sechsten Jahr wurden die Veranstalter und Besucher des Oberstadtlerfestes wahrlich nicht vom Wetter verwöhnt. Ohne Regenschirme und Zelte ging tagsüber nichts. Erst nach dem Ende des Regens am frühen Abend setzte ein steter Zustrom an Gästen ein. Wer kam, wurde nicht enttäuscht, denn die Standbesitzer, Bands und auftretenden Vereine trotzten dem Regen. Fünf Jahre blieb der Wettergott dem Oberstadtlerfest treu und verwöhnte die Besucher mit schönstem Sommerwetter. 2010, beim sechsten Mal, schüttete es wie aus Kübeln. Die Standbetreiber und Vereine machten trotz der Regengüsse gute Miene zum bösen Spiel und ließen sich nicht unterkriegen. Ganz im Gegenteil, sie übertrumpften sich gegenseitig mit trotzigem Optimismus, Durchhalteparolen und Erfindungsgeist. „Nur die Harten dürfen in den Garten“, dieser Spruch oder ähnliche waren beiderseits des Stadtbachs häufig zu hören, Improvisation war angesagt. So gab es am Imbiss-stand der Trachtler kurzerhand „Regensburger“, der Auftritt des Nachwuchses fand im trockenen Trachtenheim vor vollem Hause statt, Pura Vida und die Alphornbläser hielten eisern der Nässe stand, und die Funny Artists organisierten für ihren abendlichen Auftritt extra einen rutschfesten Teppich. Für alle gab es Anerkennung der Besucher durch besonders kräftigen Applaus und Komplimente durch die Veranstalter. „Hochachtung, was die Gruppen aus der Situation gemacht haben. Das war spitze“, lobte Christine Sußbauer begeistert. Die mit Regenschirmen „bewaffneten“ oder unter Vordächern auf Kuschelentfernung gedrängten Zuschauer sahen das ganz ähnlich und genossen Musik, Darbietungen und das gastronomische Angebot. Ob Bier, Wein, phantasievolle Mixgetränke oder Kaffee, die Festgäste konsumierten gut gelaunt das Gebotene. Am Morgen danach sah alles halb so schlimm aus. „Wir hatten mehr Besucher als befürchtet. Der Abend lief fast wie im Vorjahr. Einige unserer Sponsoren haben schon ihre Unterstützung für das kommende Jahr signalisiert. Wir jammern nicht, nächstes Jahr geht’s weiter, ganz sicher“, kündigte Sußbauer im Namen des Organisations-Komitees an.

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