Informierten sich beim Tag der offenen Tür der Oberlandwerkstätten

Rund 3 000 Besucher

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Die Mitarbeiter der Oberlandwerkstätten freuten sich über die tolle Resonanz beim Tag der offenen Tür. In der Gruppe hinten links Marika Bruckner und Lebenshilfe-Vorsitzender Helmut Guggenmos.

Polling– Märchenlesungen, Kinderschminken, Bogenschießen, Bierkastenklettern, ein Rolliparcours, eine Hüpfburg und dazu musikalische Unterhaltung und kulinarische Köstlichkeiten: Am vergangenen Samstag verwandelte sich das Betriebsgelände der Oberlandwerkstätten in Polling regelrecht in einen Freizeitpark. Rund 3000 Besucher nutzten den Tag der offenen Tür, um einen Blick hinter die Kulissen der 1973 gegründeten Einrichtung zu werfen.

Die Oberland-Werkstätten sind ein ganz besonderes Wirtschaftsunternehmen. Sie bieten Menschen mit geistiger, psychischer oder körperlicher Behinderung Arbeitsplätze, die individuell auf deren Fähigkeiten, Interessen und Bedürfnisse zugeschnitten sind. Inklusive Betreuungspersonal sind es derzeit rund 200 Beschäftigte, die in den Bereichen „Holzbearbeitung“, „Metall“, „Montage“, „Wäscherei“ sowie „Küche & Catering“ arbeiten.

„Wir sind in der glücklichen Lage, gut gefüllte Auftragsbücher zu haben“, erklärte Betriebsleiter Rupert Kirchbichler am Rande des Tags der offenen Tür. Parallel zu ihren eigenen Produktionsstätten begleiten die Oberland Werkstätten GmbH zudem Menschen mit Behinderungen im Rahmen von Außenarbeitsplätzen in der Industrie, im Handwerk oder in Dienstleistungs- und Sozialunternehmen. Laut Kirchbichler steigt die Anzahl der Firmen, die sich bei den Oberlandwerkstätten personell verstärken, stetig an: „Das Interesse wächst. Immer mehr Firmen bekommen den Blick dafür, dass das eine Chance für sie ist.“ Derzeit betreuen die Pollinger Oberlandwerkstätten 15 Außenarbeitsplätze.

Hauptziel beim Tag der offenen Tür war es, das gesamte Leistungsspektrum der Oberlandwerkstätten zu zeigen. „Es fahren zwar täglich viele Leute an den Werkstätten vorbei“, so Kirchbichler, „allerdings wissen die meisten gar nicht, was wir eigentlich machen.“

Weil man den Besuchern einen möglichst realistischen Eindruck vermitteln wollte, lief der Tag der offenen Tür bei laufender Produktion ab: „Wir haben alle Schlüsselarbeitsplätze besetzt. Es ist nichts konstruiert, sondern es werden die realen Arbeitsbedingungen gezeigt“, betonte Kirchbichlers Betriebsleiterkollegin Marika Bruckner beim Rundgang.

Mit am Tag der offenen Tür beteiligt war auch die Lebenshilfe Weilheim-Schongau, die gleich neben den Oberlandwerkstätten Wohnraum für Menschen mit Behinderungen anbietet. Auf Führungen konnten unter anderem die drei Neubauten besichtigt werden.

Von Bernhard Jepsen

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